UETD und DITIB ernten konsequente Rüge wegen rassistischer Demonstration in den Niederlanden

Am 01. Juni 2014 waren Diyanet (DITIB) und UETD (Union Europäisch-Türkischer Demokraten) Drahtzieher einer Kundgebung gegen das Genozidmahnmal von Almelo in den Niederlanden.

Gut einen Monat nach der Enthüllung des größten armenischen Genozidmahnmals innerhalb der ‪‎EU‬ protestierten zwischen 4000 und 5000 Anhänger türkischer Verbände.
Geschichte zu verfälschen, den Nachkommen der Opfer das Gedenken verbieten zu wollen und Toleranz gegenüber der eigenen Intoleranz einfordern war es, was die Initiatoren dieser Demonstration verlangen.
Vergleiche zu den Neonazis, die zwischen 1997 und 2003 gegen die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ demonstrierten, liegen nahe.

Die Armenisch-Apostolische Kirche der Niederlande Kirche schrieb damals zu den Kundgebungen türkischer Demonstranten in Almelo:

„Die Armenische Apostolische Kirche der Niederlande ist über die türkische Demonstration am 1. Juni 2014 entsetzt. Es ist ein Missbrauch der Freiheit der Meinungsäußerung in Bezug auf die armenischen Genozid. Holocaust-Leugnung ist eine Straftat. Für alle vom niederländischen Parlament anerkannten Völkermorde, sollte das gleiche Verbot gelten.
Wir appellieren an die Politiker ein Gesetz zur Kriminalisierung der Leugnung von Völkermorden zu beschleunigen.
[…]
Die Tatsache, dass die Diyanet Moscheen den kostenlosen Transport für die Demonstration organisierten sollte weiter untersucht werden. Es darf nicht sein, dass ihre Moscheen eine als ideologische Brutstätte der türkischen Regierung dienen. Die Teilnahme an der Demonstration durch die Organisation, UETD, die eine direkte Verbindung mit der türkischen Regierungspartei, AKP hat, sowie das komplette Erscheinungsbild der Demonstration zeigen eine massive Einmischung der türkischen Politik in den Niederlanden.
Wir als Christen finden es außerdem sehr unpassend, dass die Demonstration an einem Sonntag stattfindet.
Wir bitten die Politik von Almelo nicht dem Druck der Türkei und der türkischen Nationalisten außerhalb Almelos nachzuben. Insbesondere den Bürgermeister bitten wir geradlinig bei seinen Aussagen zu bleiben.
Wir verlassen uns auf die guten Beziehungen der armenischen Gemeinde und der türkischen Gemeinde in Almelo, und dass die Mehrheit der türkischen Gemeinschaft nicht hinter diesen unangemessen und unsinnigen Demonstrationen steht.“

https://www.facebook.com/armeensekerkalmelo/posts/294090684100951

Als einziges Medium in Deutschland berichteten wir über diese rassistische und volksverhetzerische Demonstration von UETD und Diyanet (DITIB) gegen das Genozidmahnmal im niederländischen Almelo auf unserer Facebookseite. Die Regionalverwaltung von Overijssel hat konsequent reagiert und die Demonstrationen in einem offiziellen Beschluss verurteilt.

Eine konsequente und begrüßenswerte Reaktion der Politik, an der man sich im Ländle angesichts ähnlicher Vorkommnisse vor dem Theather in Konstanz ein Beispiel nehmen sollte.

http://asbarez.com/124667/dutch-province-of-overijssel-condemns-hateful-turkish-rally/

In Deutschland werden solche Aktionen immer wieder von Politikern verharmlost oder, wie u.a. das Beispiel des durch seinen kürzlich wiederbelebten Facebookauftritts aus gutem Grund und seit Längerem zahlreichen Antisemitismusvorwürfen ausgesetzten Ruprecht Polenz (CDU / Münster) zeigt, sogar gedeckt.

Auf der Pinnwand des ehemaligen MdBs und Vorstitzenden des ZDF-Medienrates tummelt sich seit Jahren das Who-Is-Who der Anhänger türkisch-extremistischer Vereine in Deutschland.

Auch SPD- Bundestagskandidat Macit Karaahmetoglu berichtete jüngst stolz auf seiner Facebookseite von einem Treffen mit der offenkundig rassistischen und antisemitischen UETD.

https://www.facebook.com/photo.php?fbid=198795800244276&set=a.198156413641548.1073741832.197843980339458&type=1&theater

Aktuell fallen zahlreiche Mitglieder von der UETD und DITIB-Gemeinden in den sozialen Netzwerken durch größtenteils polemische Anti-Israel-Postings auf.

 

Weitere Hintergrundinfos zu den Aktivitäten der angesprochenen Vereins, die Zeigen wie Antisemitismus und die Leugnung des Völkermordes der osmanischen Türken an den Armeniern, Assyrern, pontischen Griechen und Êziden dort verankert sind:

Von der UETD organisierte Völkermordsleugnungsvorträge im Stile von Strukturvertriebsschulungen mit dem international geächteten Antisemiten Norman Stone 2012

http://www.aga-online.org/signature/attachments/AGA_Brief_StaatsministerHeubisch_Ministerialrat_Dr_von_Urff.pdf

Eine Bewertung der „Demonstration von Almelo“ im größeren Kontext von Julian Tumasewitsch

http://julian-tumasewitsch.blogspot.de/2014/06/kaffeefahrt-zur-storung-der.htmlhttp://julian-tumasewitsch.blogspot.de/2014/06/kaffeefahrt-zur-storung-der.html

BDAJ- Vorsitzender Mazlum Doğan analysiert „Antisemiten und Rechtsradikale auf Pro-Erdogan-Demo“, die von der UETD organisiert wurde und geht dabei auch auf die Naivität deutscher Politiker ein

http://www.bdaj.de/index.php?option=com_content&view=article&id=705:duesseldorf-tuerkische-antisemiten-und-rechtsradikale-auf-pro-erdogan-demo&catid=61:aktuelles

Antisemitische Verschwörungstheorien des türkischen Botschafters auf einer UETD-Veranstaltung:

 http://www.der-kosmopolit.de/2013/03/karslioglu-us-juden-bestimmen.html

Anti-Israel Demonstration der UETD:

 http://www.heute.at/news/oesterreich/wien/art23652,1042178

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2 Kommentare zu „UETD und DITIB ernten konsequente Rüge wegen rassistischer Demonstration in den Niederlanden

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