Eintritt für Hunde gestattet, für Juden verboten

Am Morgen des 23 Juli 2014 machte sich der Besitzer des Café Anadolu in Saint-Nicolas, nahe der südostbelgischen Stadt Lüttich, eines Aktes von entfesseltem Antisemitismus schuldig, als er vor sein Straßenfenster ein Plakat, das die durchgestrichene isralische Flagge und den in türkischer Sprache verfassten Slogan „Eintritt für Hunde gestattet aber niemals für Juden“ enthielt, anbrachte. Etwas nach unten und mittig versetzt auf französisch (Lüttich befindet sich im wallonischen Teil Belgiens, in dem französisch Amtssprache ist) liest man den leicht entschärften Slogan: „Der Eintritt ist für Hunde gestattet, aber auf keinen Fall für Zionisten“.

Diese Handlung erinnert an die dunkelsten Stunden Nazi-Deutschlands und ist ohne jeden Zweifel ein Ergebnis der nicht weniger frevlerischen Erklärung des türkischen Premiers Erdoga, in der er dem hebräischen Staat vorwarf „Hitler an Barbarei zu übertreffen“.

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Bevor die von Bürgermeister Jacques Heleven verständigte Polizei eintreffen konnte, ließ der Cafébetreiber den Corpus Delicti entfernen.

Die belgische Liga gegen Antisemitismus, Ligue belge contre l’antisémitisme (LBCA), wurde durch diese „Ausstellung“ auf den Plan gerufen und stellte Strafanzeige.

 Joël Runbinfeld, Ex-Präsident, des Jüdischen Koordinationskomités in Belgien, Comité de coordination des organisations juives de Belgique (CCOJB), und Vizepräsident der Volkspartei erklärte zu diesem Vorfall: „Die Aufschrift auf die Türkisch unterscheidet sich von der Aufschrift auf Französisch. In diesem Betrieb sind Hunde erlaubt, aber niemals Juden, steht dort. Sie gehen noch weiter als die Nazis und reduzieren den Status von Juden unter den von Hunden. Das ist eine Folge aus der Dynamik des Systems Erdogan. Wer die Türkei unter seiner Führung beobachtet, sieht dass es sich um staatlich verordneten Antisemitismus handelt.“

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Bereits Anfang Januar 2009 wurde ein ähnlicher Fall aus der türkischen Staat Eskişehir bekannt, als Juden und Armenier auf dem selben Schild etikettiert wurden: „Der Eintritt ist verboten für Juden und Armenier, abder Hunde sind willkommen“

Quelle: Nouvelles d’Arménie en ligne

http://www.armenews.com/article.php3?id_article=101762

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