Die mittelalterliche Stadt Ani rückt in den Focus zeitgenössischer Publikationen

Der Artikel “Preserving the Medieval City of Ani: Cultural Heritage between Contest and Reconciliation” („Der Erhalt der mittelalterlichen Stadt Ani: Kulturelles Erbe zwischen Rivalität und Versöhnung“) von Dr. Heghnar Zeitlian Watenpaugh wurde letzten Monat im renommierten “Journal of the Society of Architectural Historians” („Journal der auf Architektur spezialisierten Historiker“) veröffentlicht. Watenpaugh ist Ko-Vorsitzende der Forschungsabteilung für Kunst und Kunstgeschichte der University of California in Davis im bevölkerungsreichsten US-Bundesstaat Kalifornien (UCD). Sie ist spezialisiert auf städtische und architektonisch-kunstgeschichtliche Historie in islamischen Gesellschaften. Ihr Artikel liefert einen verständlichen Bericht über die Geschichte der Archäologie, den Erhalt und die Verwaltung kulturellen Erbes in Ani. Er untersucht die aktuelle Erhaltungskampagne für die mittelalterliche Stadt, welche die Bedeutung Anis vor dem Hintergrund eines weiter gefächerten Kontextes des Erhalts von kulturellem, insbesondere auf armenisches Leben zurückgehendem, Erbe auf dem Gebiet der heutigen Türkei offenlegt.

The Church of St. Gregory of Tigran Honents (Photo by Nanore Barsoumian/The Armenian Weekly)
Ani: Die Kirche des heiligen Gregor von Tigran Honents (Bild: http://armenianweekly.com/2015/01/29/ani/#prettyPhoto/0/)

Ani ist eine mittelalterliche Stadt in der Provinz Kars, im äußersten Nordosten der Türkei. Sie fasziniert Reisende, Historiker und Künstler seit Jahrhunderten. Einst war sie Handelszentrum an der Seidenstraße. Watenpaugh beschreibt die vielfältige Stadtstruktur, die durch Kirchen, Moscheen, einen Feuertempel, Wallanlagen, Paläste und aus Stein gemeiselte Wohnhäuser geprägt war. Über Jahrhunderte wurde die Stadt, von christlichen und muslimischen Dynastien erbaut und ausgebaut. Auch zoroastrisches Erbe ist dort vorzufinden.

Ani war vormals als die „Stadt der 1001 Kirchen“ bekannt. Die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt sind ihre mittelalterlichen armenischen Kirchen. Daher kommt Ani eine immense Bedeutung für die armenische Identität zu. Watenpaugh drückt dies wie folgt aus: „Ani ist symbolisch essentiell wichtig für die Armenier, als religiöse Stätte, als ein nationales Kulturerbe und Symbol für die Idee eines unabhängigen armenischen Staates.“

Das heutige Armenien wurde, nachdem die Armenier über Jahrhunderte keinen eigenen Staat hatten, 1991 auf dem Gebiet der ehemaligen Sowjetrepublik Armenien, dem historischen Ostarmenien, gegründet.

 

 

Für historisch Interessierte:

Der komplette Artikel von  Dr. Heghnar Zeitlian “Preserving the Medieval City of Ani: Cultural Heritage between Contest and Reconciliation” („Der Erhalt der mittelalterlichen Stadt Ani: Kulturelles Erbe zwischen Rivalität und Versöhnung“) in englischer Sprache: http://www.academia.edu/9828580/Heghnar_Watenpaugh_Preserving_the_Medieval_City_of_Ani_Cultural_Heritage_Between_Contest_and_Reconciliation_Journal_of_the_Society_of_Architectural_Historians_73_4_December_2014_528-555

Quelle:

Armenia Weekly: http://armenianweekly.com/2015/01/29/ani/#prettyPhoto

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