Kleine Chronologie des Völkermords an den Griechen Kleinasiens 1914-1923

1914: Massaker von Phocaea (Foça) in der heutigen Westtürkei, Deportationen und Wirtschaftsboykotte gegenüber griechischen Gewerbetreibenden in Ostthrakien und Kleinasien

1915: Einberufung von männlichen Griechen im gesamten Osmanischen Reich in Arbeitsbataillone. Die meisten von ihnen verhungern oder sterben an Erschöpfung oder Krankheit.

1916: Die Deportationen und Massaker an den Griechen des Pontos beginnen.

1917: 30.000 Griechen werden aus der nordwesttürkischen Stadt Ayvalık deportiert.

1919: Im Rahmen der Istanbuler Prozesse wird die aus Cemal, Talaat und Enver bestehende jungtürkische Führung in Abwesenheit zum Tode verurteilt.

1920: Massaker an der griechischen Zivilbevölkerung von Nikomedia (İzmit).

1921: 420 griechische Dörfer in der Region Samsum am Schwarzen Meer werden zerstört. Dabei werden Männer masakriert, während man Frauen und Kinder ins Landesinnere deportiert.

1922: Beim Massaker von Smyrna (Izmir) werden 100.000 Griechen und Armenier (die Armenier von Izmir blieben 1915/ 16 auf Befehl des deutschen Generals Otto Liman von Sanders, der damals durch ihre Auslöschung einen Zusammenbruch der Infrastruktur befürchtete, von den ethnischen Säuberungen zunächst verschont) getötet.

1923: Der Vertrag von Lausanne setzt den Vertrag von Sèvres (1919) außer Kraft. Eine fatale Entscheidung unter der die Minderheiten Kleinasiens bis heute zu leiden haben.

Bild: Facebook, The Greek Genocide: 1914-1923

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s