Von „Bergtürken“, „Israelkritikern“, „HaSS“, einer verprügelten Armenierin und Verbrechern, „denen Leid geschehen soll“

„Walter Walter Herrmann ist kein Antisemit, nur ein Israelkritiker“

„Cem Özdemir, Lieblingsfaketürke der Deutschen, soll sich mal in die Türkei trauen. Dann zeigen wir ihm, was Genozid ist.“

ihr seid nur Bergtürken. Brüste dich nicht als Kurde, die sind schon lange ausgestorben!

Diese Zitate klingen wie Auszüge aus dem Protokoll von Zusammenkünften der härtesten Hardliner unter den rechtsradikalen Grauen Wölfen.

Das sind sie aber nicht. Sie stammen von Mitgliedern der Facebookgruppe des AKP- und DITIB-nahen „Dein Köln e.V.“, auch „Demokratische Integration“, einer der mitgliedsstärksten Fraktionen im Integrationsrat der Stadt Köln.

 

Mehrfach strafrechtlich in Erscheinung getretener Anti-Israel-Aktivist ist Günstling des Vereins

Der Verein „Demokratische Integration e.V.“ ruft in der Facebookgruppe „Dein Köln e.V.“ zu Spenden für Walter Hermanns „Kölner Klagemauer“ auf.

"Dein Köln e.V." ruft zu Spenden für Walter Hermanns "Kölner Klagemauer" auf der Domplatte auf. Bild: Von einem User zugesendeter Facebookscreenshot aus der öffentlich einsehbaren Facebookgruppe vom 19. April 2015
„Dein Köln e.V.“ ruft zu Spenden für Walter Hermanns „Kölner Klagemauer“ auf der Domplatte auf. Bild: Von einem User zugesendeter Facebookscreenshot aus der öffentlich einsehbaren Facebookgruppe vom 19. April 2015

Israelaktivist Gerd Buurmann äußert sich u.a. wie folgt zu Walter Hermanns, seiner Ansicht nach, u.a. im Sinne des Jugendschutzes rechtlich fragwürdigen und antisemitischen Aktivitäten auf der Kölner Domplatte:

Laut §130 Strafgesetzbuch Absatz 3 wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft, wer eine unter der Herrschaft des Nationalsozialismus begangene Handlung der in § 6 Abs. 1 des Völkerstrafgesetzbuches bezeichneten Art in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, öffentlich verharmlost. Ich finde, mit der öffentlich ausgehängten Parole vor dem Kölner Dom, der Holocaust sei lediglich wie der Alltag im Gazastreifen gewesen, dürfte dieser Tatbestand erfüllt sein.

Bisher unternimmt die Kölner Polizei nichts dagegen. Walter Herrmann darf weiterhin mit seiner Peepshow gewaltpornografischer Bilder von Kindern sein Unwesen treiben. Die Kölner Polizei erklärte bereits vor einigen Jahren: “Wir tollerieren Walter Herrmann. Er genießt Narrenfreiheit!”

Woher diese Toleranz kommt, erklärt Walter Herrmann selbst in einem Interview, das ein Kanal namens Djihad TV mit Walter Herrmann geführt hat, berichtet Walter Herrmann von einer interessanten Freundschaft: “Das hat dazu geführt, dass der Polizeichef Innenstadt gehen musste und an seiner Stelle kam ein Freund der Klagemauer aus Bonn.” (http://tapferimnirgendwo.com/2015/04/13/die-peepshow-vor-dem-kolner-dom/)

 

2012 trat Hermanns bereits unrühmlich in Erscheinung als er eine armenische Frau tätlich angriff:

„Eine Armenierin, die völlig naiv glaubte, dass es sich tatsächlich um eine Friedensmauer handele, wurde von Walter Herrmann attackiert, geschlagen und als „islamfeindlich“ beschimpft, weil sie ein Plakat auf der „Klagemauer“ anbringen und auf die Menschenrechtsverletzungen der Diktatur Aserbaidschan aufmerksam machen wollte. Anschließend wurde sie mit Handschellen in eine Kölner Wache abgeführt. 
Lest den unglaublichen Bericht hier:

Iveen A.:
“Walter Herrmann hat mir die Freiheit genommen, die Klagemauer für meine Meinung zu nutzen. Dass ich nach all dem, was ich erlebt habe nun ausgerechnet wieder in Deutschland zum Schweigen gebracht wurde und dann auch noch von einem angeblichen Friedensaktivisten, das verstehe ich nicht.”“ (http://www.der-kosmopolit.de/2012/07/kolner-klagemauer-attackiert-armenierin.html)

Jemand, der gegenüber armenischen Frauen handgreiflich wird, und bei seinen Aktionen gegen Israel geltendes Recht bricht, ist also Günstling der o.g Vereine. Nach Ansicht der Mitglieder ist Hermann natürlich kein Antisemit, sondern nur ein „Israelkritiker“. Seine Aktionen aber lassen das Gegenteil vermuten.

 

Verbindungen zu „Djihad TV“?

Hermann wurde laut Buurmanns Blog „Tapfer im Nirgendwo“ kürzlich vom Videokanal „Djihad TV“ interviewt (http://tapferimnirgendwo.com/2015/04/16/djihad-tv/). Der Betreiber dieses Kanals nennt sich selbst Bilgili Üretmen (türkisch für „informierter Lehrer“).  Sein Videokanal, bei dessen Unterhaltung ihm seine Freundin, die bei einer Kölner Sparkasse tätige, Esma A., tatkräftig unterstützt, ließ jüngst zwischen Verhöhnung des Papstes und des Spiegelkorrespondenten Hasnain Kazim, stolz verlauten, einen AKP-Wahlwerbespot fertig gestellt haben zu dürfen (https://www.facebook.com/esma.akkus01/posts/881910265185258?pnref=story). Hasnain Kazim bekam in Folge dessen lt. seinem nachstehenden Facebookposting von 17.April 2015 einige Wutmails, die sogar Drohungen enthielten. Darüber hinaus fiel der Kanal des selbsternannten Infokriegers nach den Anschlägen auf das Pariser Satiremagazin „Charlie Hebdo“ durch die Verbreitung von kruden Verschwörungstheorien, die westliche Geheimdiensten und Israel hinter den Attentätern wähnten, auf. Die AKP-nahe DTZ (Deutsch Türkische Zeitung) griff seine Ergüsse in ihrem am 12. Januar erschienenen, Artikel „Die Ungereimtheiten der Charlie Hebdo Morde“ auf. Ebenso fanden sie beträchtlichen Anklang bei der, mutmaßlich von salafistischen Kreisen kontrollierten, Verschwörungsseite „Killuminati ∆“, zu deren Feindbilder u.a. die kurdische Freiheitsbewegung gehört (dazu: https://kurmenistan.wordpress.com/2015/01/15/heuchlerisch-und-unverschamt-facebookseite-killuminati-%E2%88%86-verhohnt-solidaritat-mit-opfern-der-pariser-anschlage/ / https://kurmenistan.wordpress.com/2014/10/12/is-isis-bekommt-unterstutzung-von-der-deutschsprachigen-facebookseite-killuminati-%E2%88%86-tobias-huch-im-visier/), die den Beitrag im Januar teilte. Dazu passend veröffentlichte „Bilgili Üretmen“ am 19. Oktober 2014, als in Düsseldorf kurdische Aktivisten friedlich für Unterstützung beim Kampf ihrer Landsleute gegen den IS in Kobanê und Shengal demonstrierten, auf seinem Videokanal einen Beitrag mit dem Titel „Biji scheisse…“. „Biji“ ist kurdisch und bedeutet „lang lebe“. Bereits der Titel verhöhnt die kurdische Sprache. Was er in dem Video zum Ausdruck bringt, verhöhnt und kriminalisiert nicht nur die kurdische Freiheitsbewegung, sondern, wie sofort in den ersten Sätzen durch die Verwendung der Worte „kurdische Mitbürger“ klar wird, alle KurdInnen, in übelster Art und Weise. Als der „Bilgili Üretmen“ seine rhetorische Meisterleistung „Biji scheisse…“ im Video ausspricht, hört man hinter der Kamera infantiles Gelächter einer Frauenstimme. Ob die Dame sich wohl des sportlich-beruflichen Schicksals der Ruderin Nadja Drygalla nach Bekanntwerden der extremistischen Gesinnung ihres Lebensgefährten, bewusst ist?

Bezeichnend ist des Weiteren, welche Namen sich unter den Gefällt-Mir-Angaben finden. Neben allerlei internetbekannten türkischen Nationalisten und Islamisten taucht dort u.a. der Name, evtl. ein Pseudonym, „Margareth Gorges“ auf. Diese Dame, ebenfalls eine selbsternannte Infokriegerin, ist mitverantwortlich für das Nachrichtenportal „Nachdenkseiten“.

Screenshot des, Kurden diskriminierenden,Facebookvideos "Biji scheisse..."
Screenshot des, Kurden diskriminierenden,Facebookvideos „Biji scheisse…“; Bild: Screenshot vom öffentlich einsehbaren Profil von „Bilgili Üretment“ vom 16. April 2015

Die AKP-Nähe, die Verbindungen zu Hermanns und die Tatsache, dass alle Beteiligten in Köln bzw. mittlerweile in Soest wohnen, haben die treibende Kräfte von „Djihad TV“ und der „Integrationsverein“ gemeinsam.

Für diesen Artikel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/voelkermord-an-armeniern-bundesregierung-kuscht-vor-erdogan-a-1028706.html prangert der Kanal "Djihad TV" Hasnain Kazim an. Was dann passierte, zeigt der nächste Screenshot
Für diesen Artikel: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/voelkermord-an-armeniern-bundesregierung-kuscht-vor-erdogan-a-1028706.html prangert der Kanal „Djihad TV“ Hasnain Kazim an. Durch die Schreibweise „HaSS“ in der Überschrift wird der Spiegelkorresspondent sogar als Nazisympathisant diffamiert. Was dann passierte, zeigt der nächste Screenshot; Bild: Screenshot vom öffentlich einsehbaren Profil von „Bilgili Üretmen“ vom 16.April 2015
Facebookscreenshot von der öffentlichen Pinnwand des Spiegelkorresondenten Hasnain Kazim (https://www.facebook.com/hasnain.kazim)
Facebookscreenshot von der öffentlichen Pinnwand des Spiegelkorresondenten Hasnain Kazim ca. 17 Stunden nach Veröffentlichung des, ihn diffamierenden, Videos auf „Djihad TV“ (https://www.facebook.com/hasnain.kazim)

 

Cem Özdemir und Joachim Gauck werden angefeindet

Damit jedoch nicht genug. Neben Armeniern und Juden scheinen weitere typische Feindbilder bei den Mitgliedern und Sympathisanten (auch den nicht-türkischstämmigen) von Dein Köln e.V. zu existieren.

Die am 18.04. und 19.04.2015 öffentlich einsehbare Facebookgruppe des Vereins offenbart dies:

So wird der Vorsitzende von B90 / Die Grünen, Cem Özdemir, für sein Engagement bzgl. der Anerkennung des Völkermords an den Minderheiten im Osmanischen Reich von 1912-1923 im nachstehenden Screenshot diffamiert und beleidigt. Man tituliert ihn u.a. als „Lieblingsmodelltürke der Deutschen“, „unechter Türke“ und bekennt offen und wortwörtlich, dass man ihn hasst. Ein Mitglied der Facebookgruppe meint sogar, Özdemir solle in die Türkei kommen, dann könnte er sehen, was Völkermord sei. Das ist eine Aussage, die in diesem Kontext durchaus als Drohgebärde verstanden werden könnte.

Dein Köln e.V. 2 Man droht Cem Özdemir
In der Facebookgruppe von „Dein Köln e.V.“ tituliert Cem Özdemir u.a. als „Lieblingsmodelltürke der Deutschen“, „unechter Türke“ und bekennt offen und wortwörtlich, dass man ihn hasst. Ein Mitglied der Facebookgruppe meint sogar, Özdemir solle in die Türkei kommen, dann könnte er sehen, was Völkemord ist. Das ist eine Aussage, die in diesem Kontext durchaus als Drohgebärde verstanden werden kann. Bild: Von einem User zugesendeter Facebookscreenshot aus der öffentlich einsehbaren Facebookgruppe vom 19. April 2015

Auch Bundespräsident Joachim Gauck wird in derselben Facebookgruppe anlässlich seiner Teilnahme am Gedenkgottesdienst für die armenischen, aramäisch-assyrischen, griechischen und jesidischen Opfer des Völkermordes im Berliner Dom am Abend des 23.April 2015 an den Pranger gestellt. Im letzten Kommentar wird von einer immer stärker werdenden Türkei gesprochen, die von Verbrechern bedroht würde, denen „Leid geschehen soll“.

 Facebookscreenshot aus der öffentlich einsehbaren Facebookgruppe vom 19. April 2015
Facebookscreenshot aus der öffentlich einsehbaren Facebookgruppe vom 19. April 2015

 

Eindeutig rassistische Entgleisungen gegen Kurden

Auf der Facebookseite des Deutschlandfunks äußerte sich ein weiteres Mitglied der Facebookgruppe derselben Fraktion des Kölner Integrationsrates in abfälliger Art und Weise über Kurden. Sie bezeichnet einen kurdischen Aktivisten als „Bergtürken“, jener Begriff, der von der türkischen mehrere Jahrzehnte lang gebraucht wurde, um die Existenz eines 40-Millionenvolkes mit eigener Sprache und Kultur zu leugnen. Somit schließt sich durch die Offenbarung der Präsenz weiterer klassischer Feindbilder des türkischen Rassismus der Kreis. Sie nennt sich bei Facebook „Simone Stenzel“. Die URL ihres Profil jedoch deutet darauf hin, dass sie im realen Leben „Filiz“ heißt. (https://www.facebook.com/xfilizxx?fref=ufi)

Simone Stenzel 2
Bild: Von einem User zugesendeter Facebookscreenshot vom 18. April 2015 vom öffentlichen einsehbaren Facebookprofil eines Mitglieds der Facebookgruppe von „Dein Köln e.V. / Demokratische Union“
Simone Stenzel
„Kurden sind Bergtürken und schon lange ausgestorben“, so äußern sich Mitglieder der Facebookgruppe „Dein Köln e.V. / Demokratische Integration“ auf der öffentlichen Facebookseite des Deutschlandsfunks (https://www.facebook.com/deutschlandfunk/posts/916625275035446?comment_id=916714185026555¬if_t=like) Bild: Von einem User zugesendeter Facebookscreenshot vom 18. April 2015 vom öffentlichen einsehbaren Facebookprofil eines Mitglieds der Facebookgruppe von „Dein Köln e.V. / Demokratische Integration“

Dass ein Verein, dessen Facebookfans und -sympathisanten sich öffentlich in derartig abfälliger, und eindeutig von ethnischen Feindbildern motiviert, aüßern, konstruktive Integrations- und Antirassismusarbeit leisten kann, darf stark angezweifelt werden. Vielmehr gewinnt man den Eindruck, dass hier keine Integrationspolitik stattfindet, sondern eine Interessenvertretung der türkischen Regierung ihre teilweise bizarren Vorstellungen und Ansichten in, die Ellenbogen ausgefahrener, Manier durchzusetzen versucht.

Gehen wir von einer jüngst erhaltenen Zuschrift eines Mitglieds des Integrationsrats der Stadt Bremen aus, in der sich ähnlich abfällig über, in diesem Fall, Armenier geäußert wurde, ist zu befürchten, dass es sich bei den Kölner Verhältnissen um keinen Einzelfall in den Integrationsgremien deutscher Städte handelt. Das, immer wieder in den Kommantarbereichen vorkommende, Profil „Polat Karateke“ ist eines von weiteren Indizien, die auf Verbindungen zum Motorradclub „Turkos MC“, der im Oktober 2014 in München gegen den kurdischen Widerstand in der, damals vom IS belagerten, Stadt Kobanê, demonstrierte, und dessen Facebookfans sich damals der Gewaltausübung gegenüber kurdischen Aktivisten auf Facebook rühmten (Wir berichteten hier: https://kurmenistan.wordpress.com/2014/10/19/protest-von-rechtsradikalem-motorradclub-in-munchen-polarisiert-nur-im-internet/), schließen lassen.

Bemerkenswert ist des Weiteren, dass die am 25.April in Berlin stattgefundene Völkermordsleugnungsdemonstration, zu der u.a. DITIB, die TGB (Türkische Gemeinde Berlin) und die UETD aufgerufen hatten, von Vertretern eben jenes Motorradclubs angeführt wurde: https://kurmenistan.wordpress.com/2015/04/25/volkermord-gedenkdemonstrationen-und-gegendemonstration-in-berlin/.

Ein weiterer prominenter Vertreter unter den Organisatoren der Demonstration ist das „Koordinationszentrum der Aserbaidschaner in Deutschland e.V.“, dessen Mitglieder teilweise in leitenden Positionen Berliner Integrationsräte sitzen. Besucht man die Internetseite des Koordinationszentrum, wird man sofort zur Botschaft Aserbaidschans weitergeleitet. Nicht nur die türkische Regierung in Ankara, sondern auch der in Baku residierende aserbaidschanische Diktator Ilham Aliyew üben also Hand in Hand unmittelbaren Einfluß auf die Integrationspolitik im deutschsprachigen Raum im Sinne des türkischen Nationalismus aus.

Alle o.g. Personen und Vereine scheint im Geiste eines zu verbinden: Die Projektion der eigenen, von ethnischen und religiösen Feindbildern geprägten, „Ressentiments“ auf alle ihre Kritiker. So entgeht dem socialmediakundingen Beobachter nicht, dass es immer die gleichen Profile in den Kommentarbereichen jener Threads auftauchen, die eine nicht negative Berichterstattung über kurdische oder armenische Vereine und Organisationen anbieten. Ihre Spur lässt sich beinahe immer zu „Turkos MC“ und nicht selten zu Dein Köln e.V. oder ähnlichen Vereinen zurückfolgen. Selbst kleinere Seiten bleiben nicht verschont, u.a. traf es jüngst die „Europäische Akademie Berlin“, als sie die Aufkündigung ihrer Zusammenarbeit mit „TV Berlin“, aufgrund der verhindernden Intervention des neuen Geschäftsführer, Dursun Yigit, bei der geplanten Ausstrahlung eines Interviews mit dem armenischen Botschafter, Ashot Smbatyan, auf Facebook bekannt machte. Es dauerte nicht lange, bis ein Mitglied von „Turkos MC“ eine zweifelhafte Gegendarstellung von sich gab, woraufhin weitere Größen des türkischen Onlinerassismus, wie u.a. Nabi Yücel (nähere Informationen zu diesem Herren: https://turkishpressnachrichten.wordpress.com/wer-ist-nabi-yucel/), Ex-Herausgeber, der vom Jugendschutz aus dem Netz genommenen „Turkishpress“, auftauchten. Turkishpress versuchte, neben anderen zahllosen gegen authochtone Minderheiten Anatoliens gerichteten Artikeln, u.a. vor einigen Jahren, die Verschwörungstheorie einer armensichen Verwicklung in die NSU-Morde zu verbreiten.

Wenn sonst von „Putintrollen“ gesprochen wird, muss auch hier von einem aggressiven und gut vernetzten Trollnetzwerk ausgegangen werden.

Die Aktivitäten des Gesamtnetzwerks sind nicht auf die Köln beschränkt, gerade dort scheint aber offenbar ein großes Problem mit türkischem Rassismus vorzuherrschen. Das beweist darüber hinaus die Facebookseite „Köln lü Gurbetciler“ (zu deutsch: „Kölner Auslandstürken“), die über 71.000 Gefällt-Mir-Angaben zählt. Was sich dort abspielt, kann nachstehend bestaunt werden:

Türkische Rechtradikale teilen eiin Video, das die Völkermordsleugnerdemonstration in Wien zeigt. Sie kündigen in der Überschrift stolz die Eroberung der österreichischen Hauptstadt an.
Türkische Rechtradikale teilen ein Video, das die Völkermordsleugnerdemonstration in Wien zeigt. Sie kündigen in der Überschrift stolz die Eroberung der österreichischen Hauptstadt an. Quelle: https://www.facebook.com/gurbetcisayfasi/videos/vb.319416687872/10153384978987873/?type=2&theater
Türkische Rechtsradikale teilen das Video einer Demonstration für die Anerkennung des Völkermords an den Minderheiten des Osmanischen Reichs vor der diplomatischen Vertretung der Türkei in New York. Die in dem Video zu sehende, in eine türkische Flagge gehüllte, Person, stößt einen, offenbar zu den Demonstranten gehörenden, alten Mann vor ein Auto. Er wird von den Betreibern der Seite und ihren Fans dafür als Held gefeiert...
Türkische Rechtsradikale teilen das Video einer Demonstration für die Anerkennung des Völkermords an den Minderheiten des Osmanischen Reichs vor der diplomatischen Vertretung der Türkei in New York. Die in dem Video zu sehende, in eine türkische Flagge gehüllte, Person, stößt einen, offenbar zu den Demonstranten gehörenden, alten Mann vor ein Auto. Er wird von den Betreibern der Seite und ihren Fans dafür als Held gefeiert… Quelle: https://www.facebook.com/gurbetcisayfasi/videos/vb.319416687872/10153382131897873/?type=2&theater

 

Nachträgliche Hinweise:

– Der Kanal „Djihad TV“ wurde von Facebook am 01.Mai vor Vollendung des Artikel gelöscht. Auf Youtube ist er weiterhin einsehbar.

– Rechtlicher Hinweis zur Kategorie, in der dieser Artikel erschienen ist: https://ggr-law.com/urheberrecht/faq/zitatrecht-darf-man-fremde-facebook-postings-kopieren-und-veroeffentlichen.html

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