ZOCD: „Armenien-Resolution“ – Ja, es war ein Genozid

Drei Wochen ist es her, dass der Bundestag mit überwältigender Mehrheit der Resolution zur „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916“ zustimmte.
In Gegenwart des türkischen und des armenischen Botschafters sowie zahlreichen Vertretern der verschiedenen christlichen Verbände, darunter für den Zentralrat Orientalischer Christen in Deutschland e.V. die beiden Vorsitzenden Mike Malke (syrisch-orthodoxe Kirche) und Christos Marazidis sowie Anastasia Dick (beide griechisch-orthodoxe Kirche) und Daniela Hofmann (römisch-katholische Kirche), betonte Parlamentspräsident Lammert die eigene geschichtliche Vergangenheit. Diese aufzuarbeiten, sei schmerzhaft gewesen. Aber eine ehrliche Aufarbeitung gefährde nicht die Beziehung zu anderen Ländern, sondern sei Voraussetzung für Verständigung, Versöhnung und Zusammenarbeit. Er betonte, dass die heutige türkische Regierung nicht für die Taten von damals verantwortlich ist, aber für das, was daraus wird. Im Hinblick auf Drohungen im Vorfeld der Debatte, im Besonderen gegen türkischstämmige Abgeordnete, erklärte Lammert:“ Drohungen mit dem Ziel, die freie Meinungsbildung des Deutschen Bundestages zu verhindern, sind inakzeptabel. Wir werden sie nicht hinnehmen und ganz gewiss von ihnen nicht einschüchtern lassen. Wir nehmen unsere Verantwortung wahr.“

 

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