Schwarzwälder Bote: Die Logik der Massenmörder

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Jan Ilhan Kizilhan weiß, wovon er spricht. Der Traumaexperte und Professor für Soziale Arbeit an der Dualen Hochschule in Villingen-Schwenningen hat zahlreiche IS-Opfer betreut und behandelt. Praktisch aus erster Hand hat er erfahren, mit welcher Grausamkeit die Kämpfer des IS gegen Andersgläubige in Syrien und im Irak vorgehen – seien es Christen, Jesiden oder Schiiten.
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Der IS habe eine Ideologie geschaffen, die auf einem Menschenbild beruhe, das durch eine Einteilung in Gläubige und Ungläubige, in höhere und niedere Menschen gekennzeichnet sei. Diese Ideologie, so Kizilhan, sei „ganz klar faschistisch“.
Diese „faschistische Ideologie“ wirke auf nicht wenige Menschen im Nahen Osten anziehend, einer Region, die durch tiefe ethnische und religiöse Konflikte gekennzeichnet sei, sich aber auch durch die Politik des Westens in einem solch fragilen Zustand befinde. Der IS sei für manche ein Symbol der Stärke, eine Art Vater-Ersatz. Dazu kämen das Paradiesversprechen und die Idee von der Befreiung durch den Tod. „Die IS-Ideologie ist für uns nicht nachvollziehbar. Aber sie ist ein Konzept“, sagte Kizilhan.
Sonderlich viel Optimismus, dass dieses Konzept rasch wieder verschwindet, versprühte Kizilhan indes nicht. Im Gegenteil. Zwar sei der IS militärisch relativ leicht zu besiegen, in der arabisch-islamischen Welt aber habe sich nun eine Idee eingenistet, die noch länger fortdauern könnte.
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Weiter im Link:

http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.villingen-schwenningen-die-logik-der-massenmoerder.3a77963d-cfe0-412d-8a69-b266e9fb505f.html

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