FuF: Vor Gericht und in der ARD sollen Opfer Verständnis für Täter haben!

Die Silvesternacht in Köln, Hamburg und Stuttgart ist über ein halbes Jahr her, die Empörung abgeebbt. Nach und nach erhalten wir Kenntnis von Festnahmen Verdächtiger, staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen, Gerichtsurteilen und den Schwierigkeiten, die Täter der hundertfachen sexuellen Übergriffe zu ermitteln. Mangel an Beweisen hier, zweifelhafte Zeugenaussagen und Ermittlungspannen dort, Gutachten von schlauen Kulturkreisexperten…und das alles tröpfelt zwischen die News über aktuelle Probleme, Brexit und Fußball-Europameisterschaft. Wir erfahren aber von den daraus resultierenden Freisprüchen. Aber kein Grund zur Beunruhigung, auch wenn niemand zur Verantwortung gezogen werden kann, so lautet die Sub-Botschaft.
[…]
Wer aber vor Gericht nicht nur ein Urteil, sondern auch eine schallende Ohrfeige haben will, braucht dazu einen passenden Richter. Oder eine passende Richterin. Eine Richterin wie Kathrin Sachse, die wirklich und wahrhaftig folgendes in die Kamera sprach:
„Wer nicht zufrieden ist [mit den Freisprüchen] …dem würde ich raten, sich in die Situation des Angeklagten zu versetzen – und dann nochmal nachzudenken“.
So viel Kaltschnäuzigkeit hätte ich nicht einmal von der deutschen Justiz erwartet, ehrlich. Ich habe schon viel gehört, was mir den Atem stocken ließ, aber dieser Satz ist bislang der unangefochtene Spitzenkandidat für den Ice-Queen-Award in der Kategorie „Fick dich“ – der eiskalte Wahnsinn!
Wie wäre es gewesen, eure Eisheiligkeit, wenigstens bei der Gelegenheit des ARD-Interviews ein wenig Empathie mit den Opfern zu zeigen, denen Sie in Ihrem Gerichtssaal leider nicht zu Gerechtigkeit verhelfen konnten? Nicht wenigstens mal ausnahmsweise? Das der Rechtsstaat bei der Aufklärung der Verbrechen vom Silvesterabend 2015 versagte, ist schon schlimm genug. Dass aber der moralische Kompass einer Richterin solche Pirouetten dreht, ist ein Skandal!
Versetzen Sie sich doch mal in die Rolle der Opfer und denken dann nochmal darüber nach, was Sie wann in welche Kamera sprechen, Frau Richterin!
[…]

Weiter im Link:

https://www.fischundfleisch.com/unbesorgt/vor-gericht-und-in-der-ard-sollen-opfer-verstaendnis-fuer-taeter-haben-23014

 

 

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