Düzen Tekkal: „Der IS ist nicht weit weg sondern mitten unter uns!“

Am Mittwoch, den 3.08.2016 zogen Jesiden aus der ganzen Bundesrepublik durch Berlin.
Mit ihrem Trauermarsch wollten sie an die Opfer der von UN und EU als Völkermord eingestuften ethnischen Säuberungen an ihren Glaubensgeschwistern in Sindschar / Şingal vor zwei Jahren aufmerksam machen und ihrer gedenken.
Bei einer Serie von Massakern des IS kamen mehrere tausend Jesiden um. Weitere tausende wurde verschleppt, vor allem Frauen und Mädchen wurden vom IS in die Sexsklaverei gezwungen.
Die Religionsgemeinschaft der Jesiden ist älter als Christentum und Islam. Da sie den Dualismus von Gut gegen Böse und das damit verbundene Konzept von Gott gegen Teufel ablehnt, werden sie von radikalen Muslimen als „Teufelsanbeter“ verunglimpft.
In Deutschland leben rund 100.000 Angehörige der Glaubensgemeinschaft, die als Urreligion der Kurden gilt.
Eine ihrer prominentesten Vertreterinnen ist Buchautorin, Journalistin und Filmemacherin Düzen Tekkal.
Sie hielt im Rahmen des Trauermarschs eine bewegende Rede. Darin mahnte sie zugleich zur Vorsicht: Der IS sei nicht weit weg sondern mitten unter uns in Deutschland. Es sei unmöglich jesidischen Flüchtlingen zu garantieren nicht heute oder morgen auf ihre Peiniger zu treffen.

 

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