Die Türkei baut fast 9000 Moscheen… aber verbietet gleichzeitig griechisch-orthodoxe Gottesdienste!

Die türkischen Behörden haben dem Ökumenischen Patriarchat mitgeteilt, dass die Erlaubnis für die jährliche Messe im Kloster Panagia Sumela in der Region Trabzon am Schwarzen Meer (griech.: Pontos) widerrufen wird.

Nach fünf aufeinanderfolgenden Jahren, in denen es erlaubt war, die griechisch-orthodoxe Liturgie am 15. August im Kloster abzuhalten, wurde die Erlaubnis nun widerrufen. Als offizieller Grund dafür werden statische Probleme während der Sanierung genannt.

Das Verbot ist ein Schlag ins Gesicht große Enttäuschung für Millionen von pontischen Griechen weltweit und auch für Menschen aus Griechenland, die geplant hatten, in diese Region zu reisen, um das Fest der Himmelfahrt am 15. August zu feiern.

Quellen innerhalb des Patriarchats von Konstantinopel, die aus Angst vor staatlicher Repression lieber anonym bleiben möchten, und viele pontische Griechen glauben, dass es sich bei der offiziellen Begründung um einen Vorwand handelt und fürchten, dass die christliche Messe niemals im historische Kloster nie wieder erlaubt werden wird.

Die Türen des Klosters Sumela öffneten sich im Juni 2010 zum ersten mal nach 88 Jahren. Die türkische Regierung hatte dem Ökumenischen Patriarchat damals die Erlaubnis gegeben, jedes Jahr eine Liturgie für das Fest Mariä Himmelfahrt abzuhalten.

Die Lizenz für das Kloster, seine Türen einmal im Jahr für christliche Gläubige zu öffnen war zeitlich nicht begrenzt. Doch Ende Mai signalisierten die türkischen Behörden dem Ökumenischen Patriarchat, dass die Lizenz widerrufen wird.

Das Kloster liegt auf einer steilen Klippe, 1200 Meter über dem Meeresspiegel und mit Blick auf das Altındere-Tal. Es ist eine historische und kulturelle Sehenswürdigkeit und eine bedeutende touristische Attraktion im Altındere-Nationalpark.

Besonders pikant ist, dass im Gegenzug zwischen 2005 und 2015 nach Angaben der staatlich-türkischen Religionsbehörde Diyanet 8985 neue Moscheen entstanden, davon allein 2005 in der Region Trabzon, wo eine einzige griechisch-orthodoxe Messe im Jahr bereits verboten wird!

Obwohl es sich offensichtlich um eine gezielte Schikane und Unterdrückungsmaßnahme handelt, blieben internationale Verurteilung und Konsequenzen gegenüber dem türkischen Staat wie so oft aus.

Auch die Bundesregierung hüllt sich, wie üblich, in den Mantel des Schweigens. Deutschlands größter Moscheebetreiber DITIB ist ebenfalls direkt der staatlich-türkischen Religionsbehörde Diyanet unterstellt und wird von ihr koordiniert.

Es wäre wohl auch zuviel verlangt klare Wort an jene zu richten, die in Deutschland stets und in oft dreister Manier nach Religionsfreiheit rufen, um Vorrechte unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung zu erhalten, während sie Unterdrückung und Diskriminierung Andersgläubiger im eigenen Herkunftsland vorantreiben.

 

Quellen:

 

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