Mossul: „Die größte Schlacht seit dem 2. Weltkrieg“

Die Offensive auf die zweitgrößte irakische Stadt Mossuls ist in vollem Gang. Seit zwei Jahren herrscht dort der IS.

In der Nacht von Sonntag auf Montag begann eine Offensive verschiedener Streitkräfte, die die Befreiung der Stadt zum Ziel hat. Von Süden aus rücken die irakische Armee und schiitische Milizen der „Al-Haschd asch-Schaabi“ vor. Aus dem Nordosten setzen kurdische Peshmergaverbände die Besatzer unter Druck.

Zusammen mit den kurdischen Truppen kämpft eine christliche Miliz. Sie nennen sich „Dwekh Nawsha“ (Die, die bereit sind sich zu opfern). Gemeinsam mit ihren kurdischen Verbündeten konnten sie am Dienstagmorgen das Dorf Sheikh Amir erobern.

Die Miliz wurde im Spätherbst 2014 von der assyrischen Bevölkerung im Norden Iraks gegründet. Die christlichen Assyrer reagierten so auf die Eroberung ihrer Gebiete in der Ninive-Ebene westlich von Mossul. Damals stellte der Islamische Staat die Bevölkerung vor die Wahl zum Islam überzutreten, eine Kopfsteuer (Dschizya) zu entrichten oder hingerichtet zu werden. 200.000 assyrische Christen wurden damals zur Flucht gezwungen.

Das Ziel von Dwekh Nawsha ist die Verteidigung der Bevölkerung und die Befreiung der assyrischen Gebiete, die vom ISIS besetzt wurden.

Zur Miliz gehören einige hundert Kämpfer und einige leicht gepanzerte Fahrzeuge. Ihre Aktionen führt sie in Zusammenarbeit und Abstimmung mit der kurdischen Peshmerga-Armee und der kurdischen Autonomieregierung.

Neben irakischen Christen kämpfen auch zahlreiche ausländische Kämpfer bei Dwekh Nawsha. Sie kommen hauptsächlich aus England, den USA und Australien, aber auch anderen Ländern.

Einer von ihnen ist der Brite Jim Atherton. Im April 2015 schloss sich der mehrfache Großvater und Besitzer von 5 Hunden den Dwekh Nawsha an. Um dies tun zu können, verkaufte er persönlichen Besitz.

Das Titelbild des Beitrags zeigt den sympathischen Nordostengländer aus Washington (Tyne and Wear) in der Nähe von Sunderland und seine Einheit am 12.10.2016.

Atherton ist einer jener Kämpfer, die sich an der Offensive auf Mossul beteiligen. Vor Beginn der Offensive sendete er diese Botschaft an die Welt:

„So möge sie beginnen, die größte Schlacht seit dem 2. Weltkrieg gegen die dunkelste Verkörperung des Bösen, die die Menschheit je gesehen hat.

Bitte denkt an die Unschuldigen! Denkt an die Peshmerga, die kurdische Armee, erinnert euch an die christliche Einheit, in der ich kämpfe, die Dwekh Nasha, und betet dass alles gut ausgehen wird.“ 

 

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