1923 wie heute: Die geopferten Völker des Nahen Ostens

Das Titelbild zeigt die assyrisch-chaldäische Delegation auf der Friedenskonferenz in Paris im Jahr 1919!
Es ist ein Bild, das wie für Hoffnung und Stolz steht.
Betrachtet man die Geschichte nach seiner Entstehung bis in die Gegenwart, so steht es gleichzeitig für Verrat, Ungerechtigkeit, Enttäuschung und skrupellose Wiederholung historischer Verbrechen.

Nach der Niederlage von Deutschland, Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich im 1. Weltkrieg, sollte die Friedenskonferenz, die 1919 in Paris stattfand über die Schaffung von Staaten entscheiden.

Auch eine assyrisch-chaldäische Delegation nahm daran teil. Sie bestand u.a. aus Vertretern der assyrischen, chaldäischen und syrisch-orthodoxen Kirchen.

Im Jahr 1917 hatten die Briten den Assyro-Chaldäern die Schaffung eines eigenen Staates für sie versprochen.

Während der Konferenz von Paris machten sich die Vertreter der Delegation für einen assyrisch-chaldäischen Staat stark.

Im Jahr 1920 gewährte der Vertrag von Sevre den Assyro-Chaldäern Schutz.
Die assyrisch-chaldäischen Delegation besuchten die Friedenskonferenzen aber mit dem Anspruch einen eigenen Staat durchzusetzen, wie er ihnen von London im Dezember 1917 versprochen wurde.

Aber der Vertrag von Lausanne 1923 stellte einen tödlichen Rückschlag für sie und auch für die Armenier und Kurden dar, die sie unter das Joch türkischer und arabischer Nationalisten und islamischer Fundamentalisten brachte.

Wie auch heute wieder, wurden Millionen Menschen aus diesen Völkern von westlichen Staaten aus wirtschaftlichen und geopolitischen Motiven geopfert.
Die Geschichte wiederholt sich für uns auf grausame Weise.
Doch so lange auch nur einer von uns atmet, werden wir nicht schweigen, egal mit welchen Mitteln ihr uns daran zu hindern versucht!

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