Polen ehrt armenische Einwanderer

„Die Schönheit der Geschichte des armenischen Volkes ist auch Teil der Geschichte unserer Nation und untrennbar mit der Geschichte Polens verbunden.
Es ist unmöglich, sich die polnische Republik ohne den Beitrag der Armenier vorzustellen!“

Das sagte der polnische Präsident Andrzej Duda am 29.3.2017

Anlass des Zitats waren die Feierlichkeiten zu 650 Jahren armenischer Einwanderung nach Polen.

Quelle dazu:
http://www.prezydent.pl/aktualnosci/wydarzenia/art,553,nie-sposob-wyobrazic-sobie-historii-rzeczpospolitej-bez-wkladu-ormian-.html

In Polen leben etwa 8000 Armenier, deren Herkunft sicher ist.
Etwas mehr als 1000 sind armenische Staatsbürger.
Die tatsächliche Zahl von Polen mit armenischen Wurzeln dürfte allerdings deutlich höher liegen.
Man kann sie nicht bestimmen, weil die Armenier in Polen oft katholisch wurden und sich polnische Nachnamen gaben.
Typisch für Namen polnischer ist die Kombination aus dem Namen des Vaters und der Nachsilbe -wicz.

Derartige Ehrerweisung und Respekt von Spitzenpolitikern in Deutschland suchen christliche Einwanderer vergeblich.
Hier empfindet sie die Spitzenpolitik in Persona von z.B. Angela Merkel, Sigmar Gabriel und Frank-Walter Steinmeier als Störfaktor, weil ihre Geschichte und Gegenwart die Moralpropaganda als Lüge entlarvt, mit der die enge Zusammenarbeit Berlins mit IS-Unterstützerstaaten gerechtfertigt wird.

Umso abstoßender ist es, wenn bundesregierungsnahe deutsche Medien Polen verunglimpfen.

Beispiele für die rassistische Hetze des öffentlich-rechtlichen Rundfunks kann man hier nachlesen: https://www.publicomag.com/2018/01/die-ard-das-hetzopfer-polens/

Sie sind beispielhaft für das rüde Verhalten und die Geringschätzung der deutschen Regierung und ihrer Medien gegen nicht-muslimische Migranten.

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Jesidin betet für Kurdistan

Eine kurdische Jesidin betet nach altem Brauch zur Sonne

Aus uralten antiken Zeiten stammt der Brauch des Gebets zur Sonne, den die Jesiden mit den Zoroastrern ebenso wie die Verehrung des Feuers und des Lichts gemeinsam haben.
Diese hellen, lebensbejahenden Elemente aus der Natur symbolisieren für sie die göttliche Ordnung, denn sie sind gottgegeben.
Die islamischen Imame der Araber und muslimischen Kurden sollten genau hinschauen und gut zuhören. Diese Frau betet trotz allem Schmerz der Geschichte aufrichtig für alle Kurden und ihr Land.

Zwischen dem Anfang des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart mussten immer mehr Jesiden ins Kaukasus, also in die christlichen Staaten Armenien, Georgien und nach Krasnodar in Russland fliehen, wo sie immer frei und ohne Verfolgung ihre Kultur und ihren Glauben leben konnten und können.
Auf dem Gebiet der heutigen Türkei gibt es fast gar keine Jesiden mehr.
Mit Aufkommen des Panislamismus eskalierte ihre Verfolgung total. Wie auch Christen wurde jesidisches Leben in der Region, die die Kurden Serhad nennen, und die einmal das historische Armenien (Westarmenien) war, nahezu vollständig ausgelöscht. Leider beteiligten sich damals muslimische Kurden in den Regionen und Städten Kars, Ardahan, Ağrı, Iğdır, Erzurum, Muş, Van, Bitlis an den Massakern und der Vertreibung durch die radikal-sunnitischen, osmanischen Türken, dem IS der damaligen Zeit.
Der türkische Nationalismus fasste erst viel später Fuß in der Region.

Gedankt haben es die sunnitischen Türken ihren ehemaligen Waffenbrüdern und Glaubensbrüdern damit, dass sie, ungeachtet der Religion, anfingen alles Kurdische zu verbieten und zu verfolgen; von der Sprache, über Literatur, Lyrik, Theater, Schauspielerei und Kultur.
Zur gleichen Zeit blühte die kurdische Kultur und Sprache durch die jesidischen Einwanderer in den christlich geprägten Regionen des Kaukasus. Z.B. die über Jahrzehnte einzige legale kurdische Zeitung „Riya Teze“ wurde von Jesiden in der armenischen Hauptstadt Jerewan geschrieben.
Während es die Kurden in Armenien, Georgien und Russland also immer gut hatten, ereilte die Kurden im muslimischen Aserbaidschan, dessen Einwohner sich als turanistisches Brudervolk der Türken verstehen, ein anderes Schicksal. Sie wurden zu Azeri-Türken assimiliert und viele wissen gar nicht mehr, dass ihre Vorfahren Kurden waren. Auf Bitten der Türkei wurde 2012 mit der kurdischen Zeitung „Diplomat“ einer der Zeugen kurdischen Lebens in Aserbaidschan durch da Aliyew-Regime verboten. Das auf Kurdisch, Russisch und Azeri-Türkisch erscheinende Blatt verlegte die Redaktion daraufhin nach Georgien.

Die kurdische Gemeinschaft und Kurdistan wurden seit je her zerrissen. Ihre Geschichte ist von Verrat, Rache und Brudermord geprägt.

Araber, Türken und Mullahs haben immer für ihre nationalen und ihren islamischen Glauben zusammengehalten. Aber die Kurden haben seit Aufkommen des Islams keinen unblutigen Tag mehr in echter Freiheit mehr erlebt.
Die Jesidin im Video weiß dies alles und betet deshalb auch für das Wohl der Nachfahren jener muslimischen Kurden, die die Urahnen und Ahnen ihrer Religionsgemeinschaft massakriert oder vertrieben haben. Denn auch ihnen ist in der späteren Geschichte viel Leid wiederfahren. Sie zeigt, dass Menschlichkeit und Bescheidenheit im jesidischen Glauben und der jesidische Gesellschaft hohe Güter sind.

Dom des Heiligen Sava: Symbol für Glaubensstärke und Freiheitsdrang eines Volkes

Der Dom des Heiligen Sava ist die größte orthodoxe Kirche der Welt.
Er ist mehr als „nur“ ein Sakralbau. Er ist gleichzeitig Symbol für Glaubensstärke und Freiheitsdrang eines Volkes.

Gewidmet ist der imposante Dom dem Heiligen Sava. Er ist der Gründer der serbisch-orthodoxen Kirche. Historisch ist er eine wichtige Figur im Serbien des Mittelalters. 
Die Kathedrale ihm zu Ehren befindet sich auf dem Plateau des Hügels Vračar. 


Der Ort ist alles andere als zufällig gewählt. Denn hier wurden 1595 seine Überreste vom den osmanischen Besatzern unter Großvisier Sinan Paşa verbrannt.

Ein Jahr vorher erhoben sich die Serben gegen die Besatzungsmacht. Während des Krieges von 1591 – 1606, der entlang der Grenze zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich gekämpft wurde, zogen die serbischen Freiheitskämpfer mit Flaggen und Standarten in den Kampf, auf denen die Ikone des Heiligen Sava abgebildet war.
Um die Serben zu demütigen und ihren Drang nach Freiheit und Unabhängigkeit zu brechen, ließ Sinan Paşa den Sarg des mit den Relikten und Überresten des Heiligen Sava von einem Militärkonvoi aus dem Kloster Mileševa nach Belgrad bringen. Auf dem Dreitagesmarsch zogen die Osmanen eine lange Blutspur hinter sich her. Die serbische Zivilbevölkerung wurde massakriert, um die mit einer Guerillataktik agierenden Freiheitskämpfer aus den Wäldern zu locken.

Am 27. April 1595 sollte die Demütigung und Schändung der serbischen Volksseele und ihres orthodoxen Glaubens durch die öffentliche Verbrennung der Relikte ihres Nationalheiligen auf einem Scheiterhaufen auf dem Hügel Vračar einen neuen Höhepunkt erreichen.

Doch die osmanischen Türken erreichten das Gegenteil.
Sie machten den Heiligen Sava mehr als 300 Jahre nach seinem Tod zum Märtyrer für die Freiheit seines Volkes und seines Glaubens.

Poetische Hommage an die Jesiden

Die Jesiden sind eine sehr altes Volk mit einem sehr alten Glauben. An ihrem heiligen Ort „Lalish“ laufen sie barfuß. Ihr Tempel ist dunkel, wo man überall das Öl der Lampen riechen kann. Doch ist jede Ecke daran faszinierend. Besonders die niedlichen Kinder, die dort herumlaufen sind liebenswert. Die Jesiden mussten unfassbar unter dem Islamischen Staat leiden.
In den Tränen ihrer Vorfahren getauft, leben sie auf dem Friedhof ihrer Familien. Schreien um Hilfe ist nicht möglich, ihre Stimmen sind verstummt, ihre Zungen wurden herausgerissen, die Lippen zugenäht! Aber sie vergessen dennoch nie zu lieben. Hoffnung ist ihr tiefstes Gefühl, ihr Glaube ist unerschütterlich. Es sind Menschen von wahrer Größe!
72 Mal wollte man sie zerstören, 72 Versuche unternahm man ihr heiliges Licht für immer zu löschen, doch stattdessen beten sie heute jeden Tag für 72 andere Nationen in der Welt!

Taufe von Armeniern aus Dersim im Heiligen Etschmiadsin

Während des Völkermords der osmanischen Türken an Christen und Jesiden, darunter 1,5 Millionen Armenier, halfen die Kurden alevitischen Glaubens in der Provinz Dersim (türkisch: Tunceli) den Opfern.
Sie versteckten viele tausend Armenier und gaben sie gegenüber den Verfolgern als einheimische Kurden aus, um sie zu retten.
Auch das ist ein Grund für die verheerenden Massaker durch die türkische Armee in den Aleviten Dersims 1937 und 1938.
Es war die Rache der Türken an den alevitischen Kurden der Region, weil sie die komplette Auslöschung der anatolischen Armenier mit verhindert hatten.

Viele Jahrzehnte lang wussten viele Einwohner der Provinz nichts von ihren Vorfahren. Um sie zu schützen, hat man es ihnen oft nicht gesagt, oder sie mussten das Geheimnis streng hüten.
In den letzten Jahren interessieren sich immer mehr für ihre armenischen Wurzeln, und kehren zum Glauben ihrer Vorfahren zurück.
So auch diese drei Männer aus Dersim, die sich im November 2014 im Heiligen Etschmiadsin armenisch-apostolisch taufen ließen.

 

Armenier in Afghanistan

Nichts ist unmöglich, wenn man sein Herzblut daran setzt.
Das tut die armenische Armee mit Würde, Ehre und Respekt.

Bis 2010 war sie Teil der internationalen Friedenstruppe in Masar-e Scharif, Afghanistan.

Das Bild zeigt Soldaten des armenischen Kontingents, als sie dort den Altar in der Kapelle des Heiligen Thaddäus aufbauen.

Was kaum jemand weiß, es gab einmal eine kleine aber sehr wichtige Gemeinschaft der Armenier in Afghanistan, in Kabul zentriert.
Jedoch wurden sie im Jahr 1897 vertrieben.
Die dritte Welle der armenischen Einwanderung erfolgte in 1760. Die afghanische Rezla-Stamm war armenischer Herkunft.
Er zählte einst mehr als 10.000 Familien.
Der afghanische Stammesführer Mir Mahmud Hotaki erreicht Mitte des 18. Jahrhunderts die iranische Stadt Isfahan und so auch das dortige armenische Viertel Dschulfa.
Damals nahm nahm er fast 500 christliche Armenier von dort mit und siedelte sie in der Region von Kabul, wo sie fast 1 1/2 Jahrhunderte für wirtschaftliche und kulturelle Blüte sorgten.

Wo Kroaten den Gottesdienst noch auf Altslawisch (Glagolitisch) feiern

Im Video hört man kroatische Gläubige im Dorf Veli Iž auf der Insel Iž im Zadar-Archipel am Fest der Himmelfahrt 2010 in kirchenslawischer bzw. altslawischer Sprache singen.
Dieser Brauch ist den Kroaten an der Adriaküste weitgehend erhalten geblieben. Sie sich haben ihre Identität dank glagolitischer Verehrung weitgehend erhalten. In der katholischen Welt ist das einzigartig und ein echtes Privileg.
Während die Tradition der lateinische Sprache im Gottesdienst in den katholischen Ländern in den 1960ern durch die Landessprache ersetzt wurde, haben sich die Kroaten entlang der Adria die altslawische Sprache als Liturgiesprache erhalten.
Es ist die Sprache, in der ihre Vorväter und andere slawische Völker durch die Heiligen Brüder aus Thessaloniki, Kyrill und Method, vor mehr als 1000 Jahren das Christentum empfingen.
Die altslawische (glagolitische) Liturgie, wie sie heute in den Küstenregionen von Kroatien gefeiert wird, wurde wahrscheinlich von einfachen Priestern und Laien entwickelt.
Den großen Einfluss der die Jahrtausende überdauernden Folklore, hört man im glagolitisch-liturgischen Gesang.
In diesem Video singen die Gläubigen das große Glaubensbekenntnis „Nicäno-Konstantinopolitanum“ (Viruju v jedinago Boga).
Die Melodie ist typisch für die Inseln des Archipels von Zadar und heißt „sibinski“ nach der Insel Silba benannt. In ähnlicher Weise wird sie auf anderen Inseln des Archipels wie Sali, Luka, Zman, Brbinj, Dugi Otok, Sestrunj und Ravi sowie in einigen Orten entlang der Küste wie Pakoštane, Biograd, Turanj, Filip-Jakov, Ražanac, Sukošan oder Vinjerac gesungen.

Gohar Harutyunyan Sekulić – Eine inoffizielle armenische Kulturbotschafterin in Serbien

Gohar Harutyunyan Sekulić singt in typisch armenischer Tracht auf Armenisch.
Gohar singt voller Anmut ein armenisches Lied und trägt dabei typische Tracht.
Ihren Mann und späterer Ex-Mann, den serbischen Elektriker Milovan Sekulić lernte sie kennen, als er in Armenien auf Montage arbeitete. 
Nach der Hochzeit und Geburt ihres ersten Sohnes in Jerewan geht das Paar zusammen nach Serbien.
Dort bekommen sie auch Töchter.
Doch Milovan fing an Gohar zu misshandeln. Mit Hilfe von serbischen Frauenrechtlerinnen schafft sie es aus der Ehe zu fliehen.

Ab Anfang der 2000er-Jahre tritt sie als Künsterlin und Aktivistin in Erscheinung.
Der Volkssängerin, die auf armenische und russische Folklore spezialisiert war, ist es mit zu verdanken, dass in Serbien heute breites Wissen und Verständnis für die armenische Kultur und Geschichte herrscht.
2013 verstarb sie im Alter von nur 46 an Krebs.

 

Hier sieht man Bilder aus 2005, als sie in ihrer Tracht der Aufstellung eines Gedenksteins in einem Vorort von Belgrad an die Völkermordsopfer von 1915 beiwohnte.

Messe im syrisch-katholischen Mar-Behnam-Kloster

Am letzten Sonntag im Oktober feierten zahlreiche Gläubige aus Karakosch im syrisch-katholischen Kloster des Märtyrers St. Behnam und seiner Schwester Sarah (aramäisch ܕܝܪܐ ܪܡܪܝ ܒܗܢܡ ܘܡܪܬ ܣܪܐ , arabisch دير مار بهنام ) im Irak diese heilige Messe.
Die Kirche wurde von Dschihadisten des Islamischen Staats niedergebrannt, als sie die Stadt die Stadt eingenommen hatten.
Doch nun kommen viele Christen wieder zurück.