Wegen Reaktion auf US-Wahl: Migrantenvertreter kritisieren Bundesregierung scharf!

Namhafte Migrantenvertreter haben die Spitzenpolitiker der Bundesregierung und der Grünen, teilweise eigene Parteikollegen, scharf angegriffen. Sie können nicht nachvollziehen, wie man gegenüber dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump derart angriffslustig sein kann, während gleichzeitig menschenverachtende und totalitäre Regime in Nahost hofiert werden.

 

Daniyel Demir ist Bundesvorsitzender der Aramäer in Deutschland. Seine Organisation unterstützt Christen in Syrien und im Irak.

Er äußerte sich auf seiner Facebookseite wie folgt:

„Wir brauchen eine europäische Antwort auf Trump!“ | „Schockstarre“ | „Worst-Case-Szenarien“

Ein Appell an unsere Politiker hier im Lande: Wir brauchen eine deutsche bzw. europäische Antwort auf und für uns selbst!! Jedes politische Erdbeben birgt auch Chancen zum Positiven. Ergreifen wir diese einmalige Gelegenheit, um der Politik mehr Glaubwürdigkeit, Authentizität und Rückgrat zu verleihen. Genau das sind die Werte, die die BürgerInnen hier im Land mehr und mehr vermissen. Wir sollten in den Spiegel schauen und unsere desaströse Außenpolitik im Hinblick auf Länder wie z.B. Saudi Arabien, Qatar oder der Türkei korrigieren, die die Menschenrechte übelst mit Füßen treten, dafür auch noch EU-Milliarden erhalten, mit dem Vorsitz im UN-Menschenrechtsrat belohnt werden, milliardenschwere Rüstungsdeals erhalten und maßgeblich für den barbarischen, islamistischen Terror im Nahen Osten verantwortlich sind, der eine internationale Bedrohung darstellt und uns mittlerweile auch jederzeit hier in Deutschland treffen kann. Diese Doppelmoral und Ignoranz schreit zum Himmel. Im Zusammenhang mit den US-Wahlen und dem neuen Präsidenten – ein tatsächlicher Systembruch – sehe ich sogar greifbare Chancen für Deutschland und die EU, diese Kurskorrekturen einleiten zu können. Ergreifen wir sie und lamentieren nicht!“(https://www.facebook.com/daniyel.demir/posts/10211571594191455?pnref=story)

 

Auch Jaklin Chatschadorian (CDU), Kölner Rechtsanwältin, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Metropole am Rhein, und ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland, mahnt die Doppelmoral deutscher Spitzenpolitiker an:

„Es machen gerade die Runde,
Bilder, die Außenminister Steinmeier, samt Handshake zeigen,
– mit der iranischen Führung
– mit der saudischen Führung
– mit der tü
rkischen Führung
– mit der russischen Führung

Doch Trump will er nicht einmal gratulieren. Nein, er mahnt gar Sorge an.

Steinmeier, Merkel, Göring – Eckhardt – sie alle gerieren sich zur neuen deutschen Freiheitsstatue, die Lady Liberty den Weg weisen will.
Gerade jetzt, wo sie nicht mehr mit Lady Hillary in Nahost dinieren werden.“ (https://www.facebook.com/jaklin.chatschadorian/posts/1318258418204490?pnref=story)

 

Im selben Kontext kommen deutliche Worte von Erol Özkaraca, Jurist und ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die SPD. Im Gegensatz zu seiner Parteispitze, übt der türkeistämmige Rechtsanwalt scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel:

„Bei Erdogan hält sie die Fresse und bückt sich tief.
Trump fordert sie auf, die Grundwerte zu achten, noch bevor er überhaupt Präsident ist und irgendetwas verbrochen hat.
„Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an…….“ Was machst Du? Du bietest ihm unter Bedingungen Zusammenarbeit an? Eyh Mann, die Alte ist total vorpommern! Die USA haben UNS die Demokratie gebracht. Lies einmal die Verträge, die wir mit den USA haben, bevor Du großzügig Zusammenarbeit anbietest. Das hättest Du Erdogan sagen und vor allem durchziehen sollen!

Sie hat den Schuss nicht gehört und sie wird ihn auch nicht mehr hören. Sie muß endlich weg, aber fragt mich nicht, wer es machen soll. Ich verzweifele schon genug….“

( https://www.facebook.com/erol.oezkaraca/posts/10154701989546737?pnref=story)

 

Bild:

Eigenkreation, kombiniert aus http://www.altawhid.org/wp-content/uploads/2014/10/1644.jpg und https://kurmenistan.files.wordpress.com/2016/11/958be-erdogans_merkel.jpg

Bischof Audo: Informationen aus Syrien werden zu Gunsten islamistischer Regime manipuliert

Der Bischof der chaldäisch-katholischen Kirche Antony Audo hat die Manipulation von Informationen aus dem umkämpften Aleppo durch die Türkei, Katar und Saudi-Arabien angeprangert.

Gegenüber der Nachrichtenagentur Fides sagte Audo am 7.10.2016:

„Seit Wochen sind nun zum wiederholten Mal in einer Situation, in der uns Krieg und flächendeckender Terror heimsuchen. Trotzdem versuchen wir uns ein bisschen Normalität zu erhalten, indem wir öffentliche Institutionen wie Universitäten nicht schließen. Jeden Tag werden mit modernen und fortschrittlichen Waffen unter Artilleriebeschuss genommen. Der Beschuss geschieht von Stadtviertel aus, die von Rebellen gehalten werden. Obwohl sie über keine Luftwaffe verfügen, sind ihre Angriffe todbringend. Allein in der christlichen Gemeinde gab es deshalb in den letzten zwei Wochen mehr 20 Tote zu beklagen. Für uns, die wir als Angehörige einer religiösen Minderheit vor Ort unmittelbar betroffen sind, erscheint die westliche Medienlandschaft ausschließlich von geopolitischen Interessen manipuliert. Für uns sieht es so aus, als würde nur Propaganda gemacht, um die Rolle der Türkei, Katars und Saudi-Arabien bei den Angriffen auf uns zu vertuschen!“ 

Am 6.Oktober hatten sich christliche und muslimische Kinder in Aleppo versammelt, um gemeinsam gemeinsam für Frieden in Syrien zu beten und zu singen. Ähnliche Aktionen sind in allen großen Städten des Landes geplant. Außerdem wird eine enstsprechende Erklärung an die UN und EU verfasst. Sie soll von hochrangingen Vertretern der griechisch-melkitischen Kirche, der griechisch-orthodoxen Kirche und der syrisch-orthodoxen Kirche in Brüssel und Genf überreicht werden.

Selbst am Tag des friedlichen Kinderprotests gerieten Viertel, die von der syrischen Armee gehalten werden unter Beschuss durch die sogenannten Rebellen, die de facto nichts anderes als radikale Dschihadisten sind, die dem IS in Radikalität und Brutalität in Nichts nachstehen!

 

Quelle: Fides vom 7.10.2016 (http://www.fides.org/en/news/60922-ASIA_SYRIA_The_children_of_Aleppo_call_for_peace_The_Chaldean_Bishop_Western_information_manipulated#.WAI8UvmLTIU)

Tichys Einblick: Mosul: Von der Mutter aller Schlachten zum Großislamischen Reich

[…]
In Mosul geht es um mehr, als TV-Nachrichten und Außenminister begreifen. Erdogan nutzt die weltpolitische Schwäche der USA für sein Ziel eines sunnitisch-islamisches Militärbündnisses, einer SITA (Sunnite Islamic Treaty Alliance) – jenseits der NATO – mit den wahabistischen Sa’ud und den auch fundamentalistischen Pakistani als zwei militärisch hochgerüsteten Partnern.
[…]

 

FuF: Schiebt Deutschland christliche Flüchtlinge systematisch ab?

Am 27. Mai 2016 war Sabatina James zu Gast bei Michael Hirz und sprach mit ihm auf Phoenix über Christenverfolgung in deutschen Asylunterkünften. Die aus Pakistan stammende Menschenrechtsaktivistin sprach Klartext über die brutale Christenverfolgung in deutschen Asylunterkünften. Sie kritisierte die systematische Abschiebung von orientalischen Christen, während ihre Peiniger nicht nur bleiben dürfen, sondern meistens nicht einmal angeklagt werden.

Weiter im Link:

https://www.fischundfleisch.com/kurmenistan-news/schiebt-deutschland-christliche-fluechtlinge-systematisch-ab-22474

Civaka Azad: Syrienkonflikt: Der neue ‘Shehba Plan’ der USA und der Türkei

Ein neuer geheimer Plan der USA, der Türkei, Katar und Saudi Arabiens ist an die Öffentlichkeit gelangt. Dabei geht es darum, die bewaffneten Gruppen in der Region unter einem Dach zu vereinigen und die Kontrolle über das auf der Grenzlinie Azaz – Cerablus gelegene Shehba zu gewinnen.

Nach vertrauenswürdigen Quellen, welche die Situation vor Ort aus der Nähe verfolgen, soll dieser Plan durch Luftunterstützung von US Bombern und Artilleriebombardement aus der Türkei umgesetzt werden. Als neue bewaffnete Kraft sollen sich die Gruppen im „Nordheer” (Jaysh as Simal) organisieren. Aber anders als bei den vorigen Plänen, die alle in Niederlagen und Katastrophen endeten, soll keine türkische Militärkraft an den Kämpfen direkt teilnehmen. Nach ANHA vorliegenden Quellen wurden diese Punkte auf einem Treffen am vergangenen Montag in der Türkei diskutiert. Nach dem Plan haben sich die Vertreter der Geheimdienste von USA, Türkei, Saudi Arabien und Katar und die Kommandanten der bewaffneten Gruppen auf dem Treffen auf folgende Punkte geeinigt:

Nach IS / ISIS Massaker in Kobanê und Invasionsplänen: Scharfe Kritik an der Türkei und Waffenexporten in die Golfstaaten

Sheiko Khello und seine Frau Khalisa. Das sympathische Ehepaar fiel neben rund 200 weiteren ZivilistInnen den jüngsten Angriffen des IS / ISIS zum Opfer; Bild: Kurdische Nachrichten Nûçe- News

Eine Pressemitteilung der Kurdischen Gemeinde Deutschland e.V. vom Freitag, den 26. Juni sorgte am vergangenen Wochenende für Aufsehen.

Darin wird, angesichts neuerlicher Angriffe der Terrorarmee des IS / ISIS auf Kobanê, bei denen mehr 200 Zivilisten getötet wurden, der Abzug deutscher Patriotraketen aus der Türkei gefordert.

Es heißt wortwörtlich: „Es ist bewiesen und seit letztem Jahr ein offenes Geheimnis, dass die Türkei Transitland für die Terroristen des IS ist und der türkische Geheimdienst die Islamisten sogar mit Waffen unterstützt.

Ali Ertan Toprak, Vorsitzender der Kurdischen Gemeinde Deutschland e.V. erklärt hierzu: „Die türkische Regierung ist seit längerem Teil des IS-Problems im Nahen Osten, nicht der Lösung.“

Daher fragt Toprak, „Wieviel Menschenleben und wieviel syrische Flüchtlinge brauchen wir, damit das endlich in Berlin und Brüssel ankommt?!“

Deutschland hat seit längerem Bundeswehrsoldaten und Patriotraketen in der kurdischen Stadt Kahramanmaras in der Türkei stationiert, um eine Gefahr für den Natopartner Türkei aus Syrien abzuwehren. Die Gebiete Syriens entlang der Granze zur Türkei sind entweder in der Hand der Kurden oder des IS, der wiederum von der Türkei unterstützt wird. Aus dem jetzigen Syrien besteht für den Natopartner keine Gefahr. Toprak weiter: „Da fragen wir uns, welchen Sinn macht es deutsche Soldaten und Kriegsgerät weiterhin in der Türkei zu stationieren?“ (Die komplette Pressemitteilung: http://kurdische-gemeinde.de/tuerkei-toleriert-den-islamischen-staat-is-wir-fordern-den-abzug-deutscher-patriot-raketen-aus-der-tuerkei/)

Familienvater Ahmad Hassan Zelo aus Kobanê wurde Opfer des jüngsten Massakers durch den IS / ISIS; Bild: Kurdische Nachrichten Nûçe- News

 

 

Die Kurdische Jugend Deutschland e.V. rief bereits am Freitag aus Protest gegen das neuerliche Massaker des IS / ISIS Massaker an Kobanês Kurden mit nachstehenden Worten zum Boykott türkischer Waren auf.

„Wir fordern alle Unterstützer des Friedens und der Demokratie auf, mit einem friedlichen Widerstand gegen die Unterstützung der Türkei für den sogenannten „Islamischen Staat“ zu protestieren!

Ab dem 27.Juni 2015 fordern wir alle Unterstützer des Friedens und der Demokratie auf Produkte, Geschäfte, Unternehmen und Konzerne aus der Türkei zu boykottieren!

„Made in Turkey“ unterstützt den bald 100-Jährigen und barbarischen Krieg der Türkei gegen Kurdistan!

Nicht nur besetzt das Regime in Ankara knapp die Hälfte Kurdistans illegal, auch inhaftiert, foltert und mordet sie Kurden wie am fließenden Band! Das alles finanziert durch die Einnahmen ihrer Wirtschaft!

Die Anschläge auf Kobanî vom 25.Juni 2015 haben das Fass zum Überlaufen gebracht! Türkisch-Sprechende Terroristen laufen in der Stadt rum. Türkische Pässe, Militärausweise und Aufenthaltsgenehmigungen wurden bei Terroristen gefunden. Schriftiche Dokumente, die die Unterstützung der Türkei für den IS bestätigen, wurden ebenfalls der Weltöffentlichkeit gezeigt.
Dennoch genießt das Regime in Ankara weiterhin eine Narrenfreiheit ohne Gleichen!

Vom Döner an der Ecke bis zum T-Shirt bei H&M verdienen die Türkei und der IS an eurem Geld mit! Die Steuern, welche die Türkei mit diesen Produkten einnimmt sind enorm! Mit diesen Steuern wird der barbarische Krieg gegen Kurdistan fortgeführt! Mit diesem Geld, welches auch aus euren Taschen kommt, werden derzeit in Kurdistan tausende und tausende unschuldiger Menschen umgebracht!

Macht dem ein Ende!
Kauft eure Produkte in deutschen, afghanischen, griechischen, nordafrikanischen, chinesischen, Geschäften!
Kauft „Made in China“, „Made in Germany“, „Made in Italy“!

Macht „Made in Turkey“ ein Ende!
Macht dem Krieg „Made in Turkey“ ein Ende!
Boykottiert die Türkei, alle türkischen Geschäfte und Produkte und lasst das Regime in Ankara an ihrer Wirtschaft spüren, was dieser Krieg gegen Kurdistan, gegen die Freiheit und die Demokratie, kosten kann und wird!“ (Quelle: https://www.facebook.com/KurdischeJD/photos/a.1506744392919368.1073741829.1503879883205819/1588083388118801/?type=1&theater)

 

Am Morgen des Samstag, den 27.06. verbreitete sich zeitgleich mit der Meldung über eine militärische Invasion der Türkei gegen die Autonomie von Rojava (Westkurdistan / Nordsyrien) aus dem gleichen Grund bei Facebook folgender Appel zweier kurdischer und eines jüdisches AktivistInnen, indem deutsche Waffenexporte in die Golfregion und an die Türkei scharf kritisiert werden. Tatsächlich genehmigte die Bundesregierung laut FAZ vom 26. Juni 2015 (http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/waffenexporte-regierung-genehmigt-ruestungsgeschaeft-mit-saudi-arabien-und-qatar-13671151.html), die noch im Januar gestoppten Waffenlieferungen an Staaten der Golfregion, von denen zwei als aktive Sponsoren des IS / ISIS gelten.

 

Wir veröffentlichen ihn in vollem Wortlaut:

Appell an die Regierung der Bundesrepublik Deutschland

Die Bundesregierung hat beschlossen, Panzer und Kriegsschiffe an die despotischen Regime von Saudi Arabien, Katar und Oman zu liefern, während dessen die Daesch-Terrormilizen in Syrien und in Mesopotamien ethnische und religiöse Minderheiten ausplündern, verfolgen, versklaven und abschlachten sowie Weltkulturgüter zerstören.

Zur Zeit dringen Daesch-Terrorschlächter von der Türkei aus in die in dem autonomen kurdischen Kanton Rojava liegenden Stadt Kobane ein und massakrieren dort Zivilisten, ohne dass sie durch die türkische Grenzpolizei und dem dort stationierten türkischen Militär am illegalen Überschreiten der türkisch-syrischen Grenze gehindert wurden und werden.
Es ist ganz offensichtlich, das die Regierung Erdogan die Daesch-Terrormiliz unterstützt, denn seit längerer Zeit ist die Türkei ein sicherer Rückzugsraum dieser dschiadistischen Terrorgruppe.

Nach neusten Berichten plant die türkische Regierung ein militärisches Eingreifen in Syrien, um das Entstehen eines weiteren funktionierenden autonomen kurdischen Gebiets an der Grenze zur Türkei zu verhindern.

Wir appellieren an Sie, ziehen Sie sofort die Raketenabwehrsysteme aus der Türkei ab und tragen Sie dafür Sorge, dass jegliche EU-Beitrittgespräche eingestellt werden und die Türkei aus der Nato ausgeschlossen wird.

Wir appellieren an Sie, stellen Sie die Waffenlieferungen an die despotischen arabischen Regime ein, wo Tag für Tag die Menschenrechte mit Füßen getreten werden, wo Tag für Tag in den Gefängnissen die Häftlinge gefoltert und hingerichtet werden!

Wir appellieren an Sie, unterstützen Sie die kurdische Volksbefreiungsarmee YPG/YPJ, in ihrem Verteidigungskampf gegen die Schlächter der Daesch-Terrormiliz und der anderen islamistischen Terrorgruppen, mit modernen Waffen und militärischer Ausrüstung und streichen Sie endlich die kurdische Partei PKK aus der Liste der Terrororganisationen!

Lassen Sie das kurdische Volk nicht alleine in ihrem Kampf für Freiheit, Unabhängigkeit und Frieden.

Akram Naasan (Arzt für Notfallmedizin), Salam Naasan, Robert Dupuis“ (Quelle: https://www.facebook.com/akram.naasan/posts/883050488441400?pnref=story / https://www.facebook.com/photo.php?fbid=1600664810205892&set=a.1403558923249816.1073741830.100007871645405&type=1&theater)

 

Ali Yildiz von Christlich-Alevitischen Freundeskreis der CDU kommentierte die Invasionspläne der türkischen AKP-Regierung auf Facebook wie folgt: „Amerikanische und britische Soldaten werden es richten müssen.
Die nördliche Grenze der kurdischen Regionen zur Türkei sollten von der Invasion der AKP ARMEE geschützt werden.
Ob dann auch die Türkei ihre Luftwaffe und Artillerie einsetzen würde?

Gegen die einzigen nützlichen und wirksamen Verbündeten gegen den IS geht nun der NATO Partner Türkei vor… Kaum gibt es Erfolge zu vermelden, soll eine Invasion erfolgen. Mit dem IS an der Grenze fühlt sich die Türkei wohler? Schickte nach neuen Pressemeldungen bis zu 2000 LKW Ladungen Waffen rüber.

Wer in Deutschland noch AKP gewählt hat, wie 15% der türkischen Bevölkerung bei der letzten Wahl, der versteht wohl von Demokratie 0″ (Quelle: https://www.facebook.com/profile.php?id=638170680&fref=nf&pnref=story, Beitrag vom 28.06.2015, 20 Uhr)

 

Izz al-Din Mijo Celo aus Helinc, Vorort von Kobanê fiel dem Massaker des IS / ISIS am 25. Juni 2015 zum Opfer; Bild: Kurdische Nachrichten Nûçe- News
Parvin Hamo, Opfer des, am 25. Juni durch den IS / ISIS in Kobanê begangenen, Massakers; Bild: Kurdische Nachrichten Nûçe- News
Opfer des jüngsten Massakers des IS / ISIS in Kobanê: Muhammad Micho Bozi und seine Frai Fawaziya; Bild: Kurdische Nachrichten Nûçe- News

Keine Einladung an die Kurden zum Anti-ISIS-Treffen in London

Auf dem Boden holen sie im Kampf gegen den IS / ISIS die Kohlen aus dem Feuer. Sie haben tausende von Jesiden bei der Befreiung Schingals und des Sindschargebirges gerettet. Ihre Autonomiegebiete Südkurdistan (Nordirak) und Westkurdistan / Rojava (Nordostsyrien), sowie die von der Partei BDP verwalteten Bundesländer (Eyaletler) Nordkurdistans (Südosttürkei) bieten hunderttausenden von Flüchtlingen aller Völker und Religionen der durch die Blutspur des IS bedrohten Krisenregion Zuflucht.

Dennoch hat erfolgte keine Einladung an kurdische Vertreter zum US-geführten Anti-ISIS-Treffen am Samstag, den 24. Januar 2015 in London.

Kurdische Peshmergakämpfer beim Beschuss von IS-Stellungen im Großraum Mosul (Bild: http://de.awdnews.com/politik/7365-barzani-%E2%80%9Ebei-der-operation-zur-befreiung-mosuls-wurden-200-isis-leichen-registriert%E2%80%9C.html)

Auf die Frage des für den kurdischen Sender Rudaw arbeitenden Journalisten Namo Abdulla nach dem Grund für das Ausbleiben der Einladung an den kurdischen Präsidenten Barzani, antwortete die US-Pressesprecherin Jen Psaki mit der Begründung, erhabe den Westen kritisiert. (Video von der Pressekonferenz: https://www.facebook.com/video.php?v=842889035773089)

Schaut man sich Teilnehmerliste an, und recherchiert ein Wenig, was und vor allem wie die Präsidenten der Teilnehmerstaaten zwischen Bosporus, Persischem Golf und Horn von Afrika in jüngerer Vergangenheit Kritik am Westen geäußert haben, so erscheinen Barzanis Äußerungen sehr moderat und die Begründung Psakis wirkt sehr brüchig.

Neben Europäern und Nordamerikanern finden sich in der 21 Staaten umfassenden Teilnehmerliste u.a. Länder wie Katar oder die Türkei, von deren Gebiet aus nicht nur immer wieder harrsche Worte in Richtung Westen abgefeuert werden, sondern auch finanzielle, logistische, medizinische und ideologische Unterstützung für den IS / ISIS kommt.

Tag der deutschen Einheit – Tag der IS / ISIS Beihilfe der Bundesregierung: Waffenexporte an Terrormäzene genehmigt

Was der 03.oktober 2014 doch für ein wunderschöner sonniger Tag im vereinten Deutschland. Im ganzen Land schien die Sonne bei bis zu 25°C  und kaum einen hielt es zu Hause.

Was für ein perfekter Tag, um von der sich sonnenden, Glückshormone tankenden Öffentlichkeit kaum kommentiert, Doppelmoral zu fröhnen und der Waffenlobby ein Geschenk zu machen. SPD-Dampfplauderminister hatte vor einigen Monaten noch großspurig angekündigt, Waffenexporte schärfer zu kontrollieren.

Was kümmert ihn sein Geschwätz von gestern?

Was kümmert ihn, dass mit Saudi-Arabien, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Katar vier totalitäre und repressive Diktaturen mit Kriegsgerät aus Deutschen Landen belifert werden?

Was kümmert es ihn, dass hier Geschäfte mit Förderstaaten der Mordbanden des IS / ISIS gemacht werden?

Nichts kümmert es ihn!

Wie lächerlich wirkt die Debatte über ein paar schusssichere Westen und Panzerabwehrraketen an die kurdischen Peshmerga?

Wie lächerlich wirkt jetzt das Argument, die Waffen an die Kurden könnten über Umwege in falsche Hände geraten?

Hier gelangen vernichtendere Waffen, ohne dass auch nur ein Bruchteil soviel diskutiert wird, wie bzgl. der Waffenlieferungen an die Peshmerga, auf direktem Weg in mit die falschesten Hände, die derzeit auf diesem Planeten aktiv sind.

Was wohl die Bundesregierung 1990 dazu gesagt hätte, wenn Großbritannien, bekanntermaßen ein entschiedener Gegner der deutschen Einheit Panzer in die Armee der DDR geliiefert hätte?

Jürgen Todenhöfer diskreditiert erneut den kurdischen Kampf gegen ISIS / IS

Er hat es schon wieder getan. Jürgen Todenhöfer veröffentlichte am Abend des 07.09.2014 folgenden Beitrag auf seiner Facebookpinnwand.

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/posts/10152449691570838

Screenshot von Jürgen Todenhöfers Facebookseite (öffentlich, uneingeloggt als Googleergebnis), über die er seine Groupies lenkt
Screenshot von Jürgen Todenhöfers Facebookseite, über die er seine Groupies lenkt

Todenhöfer greift wie üblich „den Westen“ an, macht ihn verantwortlich für die Existenz der Andersgläubige massakrierend durch Syrien und den Irak ziehenden Terrororganisation  und spricht reißerisch von „Terrorzuchtprogrammen“.

Dass westliche Staaten, allen voran, die USA und Großbritannien alles andere als unschuldig an ihrer Existenz sind, ist nicht von der Hand zu weisen. Der alleinige Schuldige am Vormarsch dieser Terrororganisation ist „der Westen“ aber nicht. Hierum haben sich Staaten im Zentrum und im Südosten der arabischen Halbinsel sowie in Kleinasien deutlich eifriger verdient gemacht.

Des Weiteren diskreditiert er aufs Neue, wie in der Vergangenheit bereits, den Kurdischen Widerstand gegen die Terrororganisation ISIS /IS. Er diffamiert und verunglimpft somit schamlos den einzigen Schutz, den Jesiden, Aleviten, Schiiten und die zahlreichen christlichen Minderheiten im Krisengebiet überhaupt nur haben.

Er schreibt wortwörtlich:

Die Politik der europäischen Staaten ist nicht überzeugender. Sie haben beschlossen, IS durch Waffenlieferungen an die Kurden zu bekämpfen. Obwohl sie genau wissen, dass die Kurden mittelfristig ein ganz anderes Programm verfolgen, nämlich die staatliche Unabhängigkeit Kurdistans vom Irak. Ein hochrangiger Vertreter der kurdischen Führung sagte mir: „So schrecklich der IS ist, für uns ist er ein Geschenk des Himmels. Noch nie waren wir unseren Zielen so nahe wie heute“.“

Eine Erklärung, warum ein freies Kurdistan und ein Kampf gegen den IS / ISIS sich, wie er behauptet, sich gegenseitig ausschließen, bleibt er schuldig. Ebenso ist sein ominöses Telefongespräch weder zu widerlegen noch zu beweisen.

Er stellt die Kurden als egoistisch dar und drückt, ungeachtet der Unterdrückung und Massaker, die Kurden und andere von ihnen geschützte o.g. Minderheiten durch die Regionalmächte in den letzten gut hundert Jahren erleiden mussten, seine Ablehnung gegenüber einem freien multiethnischen und multikonfessionellen Staat Kurdistan aus. Die menschenrechtlich gesehen auf EU-Niveau befindlichen Fortschritte, die die kurdischen Demokratiebewegungen in den letzten fünf Jahren gemacht haben, verschweigt er absichtlich.

Es ist das gute Recht der Kurden einen eigenen Staat zu verlangen. Sie sind schließlich ein 30 Millionen Volk, das jahrhundertelang unterdrückt wurde und teilweise auch noch unterdrückt wird. So wie er argumentiert, würde Tödenhöfer wohl auch dem Kosovo die Unabhängigkeit absprechen wollen?

Der Diffamierung nicht genug, fährt Todenhöfer fort:

„Auch dass ISIS/IS nicht nur in den kurdischen Gebieten auf dem Vormarsch ist, scheint sich in Europa noch nicht herumgesprochen zu haben. Wie wollen die Europäer denn in den nicht-kurdischen Regionen Bagdad oder Anbar, die inzwischen ebenfalls (wieder) unter IS- Einfluss stehen, deren Terror bekämpfen? Und wie in Syrien? Mit Waffenlieferungen an die Schiiten Bagdads, die Sunniten Anbars und die Alawiten Syriens? Oder wird ISIS von den Europäern nur dort umfassend bekämpft, wo wie in Kurdistan riesige Ölfelder liegen, die man unbedingt unter Kontrolle behalten möchte?“

Todenhöfers Behauptung über einen ISIS / IS Vormarsch auf kurdischen Gebieten sind bezüglich Syriens und des Irak schlichtweg falsch. Dort haben kurdische Verbände der Peshmerga, der YPG und der von Norden aus zu Hilfe geeilten PKK sie längst zurückschlagen können. Recht hat Todenhöfer lediglich im Bezug auf einige hundert ankaratreue Kurden aus zumeist fundamentalistisch-sunnitischen Clans sowie Dorfschützerfamilien in Nordkurdistan (Türkei). Sein Vergleich mit den „Schiiten Bagdads, die Sunniten Anbars und die Alawiten Syriens“ ist typisch für seine doppelmoralistische und polemische Art. Die kurdische Freiheitsbewegung ist in ihrer freiheitlichen Programmatik einzigartig. Des Weiteren bringen sie im Gegensatz zu den von Todenhöfer genannten eine Tradition des Guerilla-Freiheitskampfes mit, die mit militärischer Erfahrung und Zuverlässigkeit einhergeht.  Dass wirtschafliche Interessen mittelfristig eine Rolle spielen, ist wahrscheinlich. Letztendlich zählt es aber für den Moment die genozidverhindernde Kraft zu unterstützen. Hier macht „der Westen“, insbesondere die einer Wertegemeinschaft verpflichteten EU-Staaten, die die Kurden unterstützen, etwas absolut richtig. Sie unterstützen die Kraft, die in der Tradition ihrer Freiheitsbewegung für die Gleichberechtigung der Konfessionen, Religionen und Ethnien sowie die Gleichberechtigung der Geschlechter steht. Kaum ein anderer Staat in der Region kann das von sich behaupten.  (Leseempfehlung: http://www.bild.de/politik/ausland/irak/kurdische-frauenrechtlerin-37551572.bild.html)

Todenhöfer, der berauscht von der Lobhudelei seiner Groupies mittlerweile soweit geht sich selbst mit Mahatma Gandhi zu vergleichen, scheinen diese Werte und die Verhinderung eines Völkermords bei seiner immer plumper und unsachlicher werdenden Kritik an „dem Westen“ nichts zu bedeuten. Seiner Fangemeinde fehlt es Hintergrundwissen sowie am Willen und vielleicht auch an der Fähigkeit seine Ausführungen zu hinterfragen. Der Beitrag verbreitet sich wie ein demagogisches Lauffeuer. Es wird eines langen Atems und viel Mühe bedürfen, Todenhöfer konsequent entgegenzutreten und seine katar- und anakarahörige Propaganda ein ums andere Mal zu entlarven.

Hier ein Beispiel, welche Menschen Todenhöfer mit seinen Beiträgen diffamiert; es sind Familienväter wie der Jeside Magdal Rasho, die riskieren Familie und Freunde nie wieder zu sehen, um seinen Beitrag zu leisten seine Kultur in der alten Heimat vor der Auslöschung zu bewahren:

http://www.stern.de/tv/sterntv/kampf-gegen-den-is-terror-stern-tv-begleitet-deutschen-jesiden-in-den-krieg-2134958.html

Auch hier sollte Jürgen Todenhöfer ganz genau hinschauen. Der Artikel berichtet davon, wie jesidische Kämpfer unterstützt von US-Luftschlägen 180 jesidische Frauen aus IS / ISIS- Gefangenschaft befreien konnten. Es sind die Befreier, die er mit Beiträgen, wie dem von Sonntagabend, diffamiert, und es ist die Rettung von Freiheit und Würde der Frauen, die er so in Abrede stellt.

http://ezidipress.com/blog/nach-us-luftschlaegen-ezidische-kaempfer-befreien-180-ezidische-frauen-und-maedchen-aus-is-gefangenschaft/

Jürgen Todenhöfer kennt kein Mitgefühl für Kurden, Schiiten und Christen

todenhöferAm späten Abend des 10. August 2014 verfasste Jürgen Todenhöfer einen Thread, in dem er die US-Luftanfgriffe auf IS (ehemals ISIS) Stellungen scharf kritisiert:

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/posts/10152381429475838

In diesem Thread gibt er den USA die Schuld an allem Elend im Irak. Das ist eine undifferenzierte und unvollständige Sichtweise auf die Dinge. Unter Saddam Hussein und seinem Bath-Regime war das Land in der Tat besser dran als heute. Unter ihm gab es aber eine massive Unterdrückung der Kurden im Norden, die auch vor Massentötungen wie beim Giftgasmassaker von Halabdscha keinen Halt machte.

Dass Bushs Irakintervention eine False Flag Aktion und eine Beugung des Völkerrechts war, die die Bildung radikaler Organisation verstärkt hat, steht außer Frage.

Soll das aber nun heißen, dass die kurdischen Guerillas, die aus allen Himmelsrichtungen in den Irak kommen, um einen Völkermord an ihren Volksgenossen, egal ob sie sunnitischen, alevitischen oder yezidischen Glaubens sind, und den Christen in der Region zu verhindern, keine Unterstützung verdienen? – Nein! Dass die USA hier einen historischen Fehler ausbügeln können und vielleicht zu der Erkenntnis gelangt sein könnten, wer die wahren Demokraten in der Region sind, will Herr Todenhöfer nicht sehen.

Hier sollte man natürlich den Tag nicht vor dem Abend loben und auch die Beweggründe der USA müssen natürlich hinterfragt werden. Jedoch ändert auch dies nichts daran, dass die Angriffe als Unterstützung der kurdischen Bodenoffensive notwendig und richtig sind.

Alternativvorschläge bietet Todenhöfer nicht. Er bevorzugt es sein Statement mit dem reißerischen Ausdruck vom „BOMBER OBAMA“ einzuleiten.

Ideologien könne man nicht wegbomben schreibt er. Das kann man in der Tat nicht. Was man aber sehr wohl kann, ist sie einzudämmen, indem man ihre Gegner unterstützt. Das hat gegenüber den Nazis im Zweiten Weltkrieg funktioniert und muss auch jetzt wieder versucht werden.

Dass dem IS nur mit militärischen Mitteln beizukommen ist, steht außer Frage. Diplomatie wird gegenüber einer derart brutalen und totalitären Organisation scheitern.

Die gezielten Angriffe der USA dienen der Unterstützung kurdischer Bodentruppen und helfen somit einen Völkermord zu verhindern.

Todenhöfer prügelt blind auf jede Aktion der USA und Israels ein und verliert aber kein Wort des Mitgefühls gegenüber den kurdisch-yezidischen, schiitischen oder christlichen Opfern des IS-Terrors. Ebenso lässt er jede Form von Kritik an den Unterstützern des IS gänzlich vermissen. Kein kritisches Wort lesen oder hören wir von ihm zu den Sponsoren des IS: Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie einigen Mitgliedern des Saudischen Königshauses. Auch die Politik der Türkei, die die Logistikzentren des IS beherbergt und deren Grenzen den Terroristen offen stehen wie ein Scheunentor, während junge Kurden, die auf ihrer Seite kämpfen wollen mit Gewalt am Grenzübergang gehindert werden, kritisiert Jürgen Todenhöfer an keiner Stelle.

Sein Beitrag kann so verstanden werden, dass man Kurden, Christen und Schiiten sich selbst überlassen solle, und einen Völkermord an ihnen durch den IS geschehen zu lassen habe.

Das ist deswegen so bezeichnend und markant, da derselbe Jürgen Todenhöfer sich noch vor Kurzem ganz anders gegenüber den Angriffen der israelischen Armme in Gaza äußerte, und tönte er sei ein Palästinenser, und jede Form von antisemitischen Parolen als legitime Kritik an Israel klassifizierte:

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/posts/10152363695235838

Warum sagt er jetzt nicht, er sei Yezidi oder Aramäer?

Todenhöfer ist ein Wolf im Schafspelz. Als humanitär helfender sozial engagierter Mensch inszeniert er sich nur allzu gern. Das kommt an. Was er aber eigentlich tut, ist eine Aufteilung der Welt in Gut und Böse ganz nach dem Geschmack der Unterstützerstaaten des IS.

„Du sollst nicht töten“ lautet der Titel von Jürgen Todenhöfers literarischem Bestseller. Offenbar scheint dieses Gebot nach Todenhöfer aber nicht für die Türkei und die Golfsstaaten zu gelten.