Shingal bleibt das Land der Jesiden!

Deutschland wählt am 24.9. einen neuen Bundestag.

Nur einen Tag später soll in Südkurdistan ein Referendum über die Unabhängigkeit vom Irak stattfinden.
So sehr dies grundsätzlich zu begrüßen ist, und so sehr den Kurden ein eigener Staat zu gönnen ist, so sehr macht sich unter den Minderheiten Unmut breit.

Dieser ist durch die Person des kurdischen Präsidenten Massud Barzani begründet. Ihm wird immer wieder Nähe zum AKP-Regime in der Türkei sowie zu fundamentalistischen Predigern im eigenen Land unterstellt.

 

Erst letzte Woche hatte hat Lara Youssif, die von Barzani als Bürgermeisterin der Stadt assyrisch-chaldäischen Stadt von Alqosh aufdiktiert wurde, zu Verhaftung von christlichen Demonstranten aufgerufen.
Sie demonstrierten für die Wiedereinsetzung des gewählten assyrisch-chaldäischen Bürgermeisters, der durch Barzani und seiner Partei abgesetzt wurde.

Auch in der Stadt Telkepe wurde ein christlicher Bürgermeister abgesetzt und durch ein Parteimitglied Barzanis ersetzt.

Am 9.9. kam es daher in der assyrisch-chaldäischen Diaspora zu zahlreichen Demonstrationen gegen Barzanis Referendum.

Unter anderem im australischen Sydney gingen 300 irakischstämmige Christen auf die Straße.

Auch viele Jesiden misstrauen Barzani.

Diese offene Botschaft schrieb ein jesidischer Freund diese Woche an den kurdischen Präsidenten.

Shingal bleibt das Land der Jesiden!

Barzani, die Jesiden von Shingal lassen sich nicht von dir täuschen!
Wir wissen das du bist ein Islamist bist und kein Bruder des Jesiden!

Mit 74 Völkermorden haben islamische Terroristen immer wieder an uns vergangen, um eine ethnisch gesäuberte islamische Staaten auf unserem Land zu errichten.
Schon 1914-1919 haben sich deine Vorfahren mit den Türken zusammen getan, um hundert tausende von uns zu töten. Weitere hundert tausende flohen damals nach Armenien und Georgien!

Auch du und deine Partei stehen dem nationalislamistischen Regime der AKP in der heutigen Türkei nah!
Du täuschst uns nicht!

Nur Shingal ist uns Jesiden als Rückzugsort geblieben.
Du wirst ihn uns nicht nehmen!

Shangal Êzidxana !

Barzani-Êzdie Shangale şaşdkin, hun nain xapandin,te jar keseki îslamî nebin birayê Êzdiya

Terorîstên îslamî anîn Farmana – 74 sar Milâte Êzdiy,ji bo îdeologiya Kurdistana Îslamî ye,!
Her kes Shangala Ezidxane aliyê xwe de vedkişîne.

 

 

 

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Mutige jesidische Heldinnen kämpfen in Syrien gegen den IS!

Wir wollen heute eine Kurzmitteilung veröffentlichen, von der ihr wissen solltet und die uns allen Mut macht. In Syrien haben ehemalige Gefangene des Islamischen Staats einen jesidischen Frauenbataillon gegründet, um gegen ihre Peiniger von einst und Mörder ihres Volkes zu kämpfen. Die gefangenen Jesidinnen wurden bis zu 40 Mal am Tag vergewaltigt. Die Milizen der IS machen auch keinen Halt vor Kindern: Siebenjährige sind schon vollwertige Frauen, die ihnen für alles zur Verfügung stehen müssen, wie unter anderem hier nachzulesen ist.

Das jesidische Frauenbataillon erinnert an Jüdische Legion im 2. Weltkrieg, ein Verband aus 5 Bataillonen jüdischer Freiwilliger, die auf der Seite der britischen Armee gegen die Nazis kämpfte. Wir wünschen den Jesidinnen viel Glück bei ihrem Kampf um ihre Freiheit!

Die Türkei ist nicht türkisch!

Hier im Titelbild eine Karte, die zeigt wo durch die Änderung geografischer Namen in der Türkei die Erinnerung an Völker der Armenier, Kurden und Griechen ausgelöscht werden soll, an denen sich türkisch Regime versündigten und noch versündigen.
Die Karte wurde erstellt von Nicholas Danforth.
Er ist ein hochrangiger Politikanalytiker am National Security on Bipartisan Policy Center.

Die Karte belegt wieder einmal, das 94 Jahre Türkei gleichzeitig 94 Jahre rassistische Geschichtsfälschung bedeuten!

 

 

 

 

 

1923 wie heute: Die geopferten Völker des Nahen Ostens

Das Titelbild zeigt die assyrisch-chaldäische Delegation auf der Friedenskonferenz in Paris im Jahr 1919!
Es ist ein Bild, das wie für Hoffnung und Stolz steht.
Betrachtet man die Geschichte nach seiner Entstehung bis in die Gegenwart, so steht es gleichzeitig für Verrat, Ungerechtigkeit, Enttäuschung und skrupellose Wiederholung historischer Verbrechen.

Nach der Niederlage von Deutschland, Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich im 1. Weltkrieg, sollte die Friedenskonferenz, die 1919 in Paris stattfand über die Schaffung von Staaten entscheiden.

Auch eine assyrisch-chaldäische Delegation nahm daran teil. Sie bestand u.a. aus Vertretern der assyrischen, chaldäischen und syrisch-orthodoxen Kirchen.

Im Jahr 1917 hatten die Briten den Assyro-Chaldäern die Schaffung eines eigenen Staates für sie versprochen.

Während der Konferenz von Paris machten sich die Vertreter der Delegation für einen assyrisch-chaldäischen Staat stark.

Im Jahr 1920 gewährte der Vertrag von Sevre den Assyro-Chaldäern Schutz.
Die assyrisch-chaldäischen Delegation besuchten die Friedenskonferenzen aber mit dem Anspruch einen eigenen Staat durchzusetzen, wie er ihnen von London im Dezember 1917 versprochen wurde.

Aber der Vertrag von Lausanne 1923 stellte einen tödlichen Rückschlag für sie und auch für die Armenier und Kurden dar, die sie unter das Joch türkischer und arabischer Nationalisten und islamischer Fundamentalisten brachte.

Wie auch heute wieder, wurden Millionen Menschen aus diesen Völkern von westlichen Staaten aus wirtschaftlichen und geopolitischen Motiven geopfert.
Die Geschichte wiederholt sich für uns auf grausame Weise.
Doch so lange auch nur einer von uns atmet, werden wir nicht schweigen, egal mit welchen Mitteln ihr uns daran zu hindern versucht!

Heise: Türkei : Große Teile von Şırnak dem Erdboden gleichgemacht

Die Selbstverwaltungsstrukturen der Stadt wurden zerschlagen. An den Hängen um Sirnak herum leben über 30.000 obdachlose Familien in Zelten
Bekannt sind die Bilder von Kobanê, der kurdischen Stadt in Rojava/Nordsyrien, die 2015 vom IS fast eingenommen worden wäre, aber von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG/YPJ zurückerobert wurde. Der erfolgreiche Kampf der Kurden um diese Stadt wurde weltweit gefeiert, abgesehen von der türkischen Regierung, die sich nicht nur rausgehalten hat, sondern den IS laut vieler Indizien mit Waffen und Support unterstützt hat.
Nun liegt eine weitere kurdische Stadt in Trümmern. Diesmal aber nicht in Syrien und nicht vom IS zerstört, sondern in der Türkei und vom türkischen Militär zerstört.

 

 

ZVW: Gespräch mit einem ernüchterten Flüchtling

Der Kurde Baban Ali floh im vergangenen Jahr aus Syrien nach Deutschland – die Zeit hier hat seinen Blick verändert: auf Europa, den Kontinent der Freiheit; und auch auf manche der eigenen Landsleute, denen die Grenzen zwischen Religiosität und Islamismus zu verschwimmen drohen. Gespräch mit einem Ernüchterten.
[…]
Ali ist Kurde, er bewundert die Ideale der europäischen Aufklärung mit einer Inbrunst, die wir von all der selbstverständlichen Demokratie und Meinungsfreiheit Verwöhnten längst verlernt haben. Religion, findet Ali, „ist nur etwas zwischen dir und Gott“. Du bist Christ, Muslim, Jude, Atheist, isst Rind oder Schwein? Das geht allein dich etwas an. Aber manche in der Unterkunft hätten Mitbewohner wie ihn als „Kufr“ geschmäht, „Ungläubige“; hätten strenge Fragen gestellt – „warum hasst ihr Kurden nicht mit uns die Juden?“ –, Forderungen erhoben – „hört auf, Alkohol zu trinken!“ – und religiösen Hochmut gepflegt – „unsere Religion ist die wahre!“
In Deutschland gibt es Architektinnen, Polizistinnen, Ärztinnen; manche seiner muslimischen Landsleute aber sähen in ihnen allen „nur Frauen“. Er habe hier einen getroffen, den er aus Syrien kannte. Dort „war er Architekt, er trank und lebte frei“, hier sei er zu einem strenggläubigen „Botschafter Gottes“ geworden. „Manchmal bin ich schockiert. Sie akzeptieren nicht diese Kultur, die sie aufgenommen hat.“
[…]

 

Kurden in Israel singen und tanzen traditionelle Lieder und Tänze

Wir teilen dieses Video als Zeichen der Solidarität zwischen Kurden und Israelis.
Unsere Gedanken sind bei Euch!

Gleichzeitig verurteilen wir die pietätlosen Aussagen Frank-Walter Steinmeiers, deutscher Außenminister und bald Bundespräsident, zu den Bränden in Israel. Ebenso verurteilen wir die nicht weniger pietätlosen Aussagen seiner Sprecherin Sawsan Chebli!

Mit Ausnahme von Holland bestätigt das Auswärtige Amt den Trend der europäischen Sozialdemokratie immer ungenierter zu zeigen, dass sie sich offenbar nur noch als Anwalt menschenverachtender, völkermordsleugnender und national-islamistischer Regime und Gruppierungen begreift!

Eklat im Bundestag: Merkel bedroht AKP-Kritikerin!

Es ist nichts Neues, dass die deutsche Regierung unter Bundeskanzlerin Angela Merkel ohne Scham, jede noch so schwerwiegende Menschenverletzung des türkischen Regimes unterstützt, wie die Massaker an Kurden in den Kellern von Cizre und die aktuell gehäuften Zwangsenteignungen christlicher Kirchen und Klöster. Das hat Tradition in der deutschen Geschichte. Zu dieser Tradition steht diese Bundesregierung wie keine zuvor. Neu ist aber, dass sich die Bundeskanzlerin persönlich offenbar nicht mehr davor zurückschreckt, die Methoden der AKP zu kopieren, wenn es darum geht Kritiker und Oppositionelle einzuschüchtern.

Auch Merkels jüngster Ruf nach mehr Zensur im Internet und ihre Art Konkurrenten in der eigenen Partei kalt zu stellen erinnern an Praktiken des AKP-Regimes.

 

Wer Konsequenzen für Menschenrechtverletzungen fordert, wird von der Kanzlerin offen bedroht!

Am vergangenen Mittwoch betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr unumstößliches Festhalten an einer Zusammenarbeit mit der Türkei, ungeachtet der schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen durch das national-islamistische AKP-Regime.

Ulla Jelpke, Politikerin und Abgeordnete der Partei Die Linke unterbrach die Rede der Kanzlerin mit „Schande! Schande!“ Rufen.

Die Politikerin der Linken macht sich seit Jahren als beherzte Kämpferin für die Rechte der Kurden verdient, und war innerhalb ihrer Partei eine treibende Kraft, als es um die parlamentarische Anerkennung des Völkermords von 1915 ging.

Später begründete sie dies gegenüber der Huffington Post wie folgt: „Ich finde es unerträglich, dass die Bundeskanzlerin einfach ignoriert, dass Erdogan Fluchtverursacher ist, gnadenlos Krieg gegen die Kurden führt und Menschenrechte aushebelt. Wer sich von einem Diktator wie Erdogan ständig erpressen lässt, kann eine Demokratie nicht ernsthaft vertreten.“

Merkel ermahnte Jelpke. Sie solle „ganz vorsichtig“ sein. Die Verwendung dieser Wort legt nahe, dass es sich hierbei um ein offene Drohung seitens Merkels an die Adresse von Jelpke handelt.

 

Regierung Merkel setzt Waffenbruderschaft des Völkermordes fort

Die Regierung Merkel ist für ihre freundliche Haltung zu menschenverachtenden Regimen in Nahost und Ignoranz bis hin zur Beihilfe gegenüber bzw. zu deren Menschenrechtsverletzungen bekannt, wie keine Bundesregierung je zuvor.

Politikwissenschaftler und Historiker Thomas Spahn veröffentlichte bereits am 22.12.2015 eine beeindruckende Analyse der Parallelen deutscher Mittäterschaft beim Völkermord an Armeniern, Aramäern / Assyrer, Pontosgriechen und jesidischen Kurden vor hundert Jahren und dem gegenwärtig stattfindenden Krieg gegen die Kurden: http://www.tichyseinblick.de/gastbeitrag/genozid-oder-nicht-wir-sind-mitschuldig-am-tuerkischen-massaker/.

Auch Christen geraten zunehmend in die Klauen der Verfolgung und Unterdrückung durch das AKP-Regime. Nachdem es bereits die christliche Osterliturgie im griechisch-orthodoxen Kloster Panagia Sumela verboten hat (https://kurmenistan.wordpress.com/2016/10/16/die-tuerkei-baut-fast-9000-moscheen-aber-verbietet-gleichzeitig-griechisch-orthodoxe-gottesdienste/), knöpft es sich nun die aramäischen Christen vor. Die einzige christliche Bürgermeisterin des Landes, Februniye Akyol, war demokratisch gewählt, wurde aber jüngst vom Regime ihres Amtes enthoben. Darüber hinaus wurden syrisch-orthodoxe Kirchen im großen Stil beschlagnahmt (http://www.jesus.ch/magazin/international/asien/301031-erdogan_verstaerkt_repression_gegen_christen.html).

 

Die kruden Ansichten von Merkels zwielichtigen Beratern

Für Merkel und den Rest der Bundesregierung stellt das kein Problem dar, im Gegenteil! Sie haben allem Anschein nach lediglich ein Problem damit, dass solche Nachrichten in Deutschland verbreitet werden. Woher der Wind weht, wird klar wenn man Merkels Berater unter die Lupe nimmt. Dies kritisierte der Gießener Linguist und Politologe Julian Tumasewitsch Baranyan auf seinem Facebookprofil Mitte der Woche scharf:

„Gestern im Radio (Hessischer Rundfunk) gehört :
Merkel wirft Gegnern ihrer Politik vor, Desinformation im Netz aufzusitzen.
Einige Stunden später wurde großflächig die „Warnung vor Bots und Trollen“ gestreut.
Nun ja, das sagt also eine Person, die sich von Koryphäen wie dem Gerald Knaus und Herfried Münkler beraten lässt.

Erstgenannter meint, wie er z.B. in einem Interview mit der FNP im August deutlich machte, Deutschland müsse zugunsten des „Flüchtlingsdeals“ die Politik des AKP-Regimes bedingungslos mittragen.
Letztgenannter fiel jüngst am 19.10.2016 in einem Interview auf Deutschlandradio Kultur dadurch auf, dass er sich zu nachstehender Aussage hinreißen ließ: „Große Teile des Volkes sind dumm“. Um diese Aussage besser einzuordnen zu können, muss man wissen Folgendes wissen. Der Tagesspiegel zitierte Münkler Ende August 2016 mit der Forderung an die Bevölkerung nach mehr „Mitleid und Barmherzigkeit“. Das kann niemals die Wortwahl eines analysierenden Wissenschaftlers sein! Vielmehr haben wir es mit dem Stil eines emotionalisierenden Predigers, wenn nicht sogar eines fanatischen Missionars, zu tun!
Im Übrigen hat sich derselbe Herfried Münkler vor knapp einem Jahr, also im Dezember 2015, für die internationale Anerkennung des IS als Staat mit allen diplomatischen Konsequenzen ausgesprochen. Die SPD-Parteizeitung „Vorwärts“ verbreitete diese Forderung gerne…

Merkel sollte sich angesichts solcher Berater lieber Gedanken darum machen, inwieweit sie selbst von „Trollen“ manipuliert wird.“ (https://www.facebook.com/JulianTBaranyan/posts/1842929835953228?pnref=story)

 

Tatsächlich erinnert nicht „nur“ die Drohung von Merkel gegen Jelpke an den repressiven Stil des türkischen Regimes. Auch ihre Ankündigung mehr Zensur im Internet durchführen zu wollen, erinnert an das Vorgehen der AKP gegen oppositionelle Medien. Vor diesem Hintergrund erscheint auch die Ausbootung von Merkelkonkurrenten wie z.B. Friedrich Merz oder Karl Theodor zu Guttenberg in der CDU in einem anderen Licht. So gingen auch die Nationalislamisten um Erdoğan vor, als es darum ging ehemalige Weggefährten und potenzielle Reformer innerhalb der Partei, wie z.B. Abdullah Gül, kaltzustellen.

Die Gemeinsamkeiten zwischen Merkels Regierungsstil und dem totalitären, nationalislamistischen, türkischen AKP-Regime nehmen immer bedenklichere Formen an und werfen ein dunkles Licht auf den Zustand der Demokratie in Deutschland!

 

 

Heise: Prozesse gegen kurdische Oppositionelle in Deutschland

Nachdem Außenminister Steinmeier bei seinem Türkeibesuch die PKK mit dem IS auf die gleiche Stufe stellte, macht es ganz den Anschein, als ob die Bundesregierung beim Generalverdacht gegen die Kurden in Deutschland Erdogan entgegenkommen will. Dieser Eindruck entsteht, wenn man sich näher mit den Prozessen beschäftigt.

Weiter im Link:

http://www.heise.de/tp/features/Prozesse-gegen-kurdische-Oppositionelle-in-Deutschland-3493793.html