FuF: Europa will nicht wahrhaben, dass es Feinde hat, die seine Zerstörung wollen

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Auf einem Kongress von Geistlichen und Theologen in Monaco, behauptete ein islamischer Imam aus Saudi-Arabien, es gäbe in seinem Land uneingeschränkte Religionsfreiheit. Dass es sich hier um eine veritable Lüge handelt, sollte wohl jedem klar sein. Mit Ausnahme eines einzigen griechisch-orthodoxen Priesters zogen es alle anderen 14 Teilnehmer vor zu schweigen, und diese offenkundige Lüge einfach zu ignorieren.
Hier haben wir es mit einem Verhalten und Vorfall zu tun, das geradezu symptomatisch und beispielhaft für das öffentliche Wegducken von vielen Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche vor islamistischem Fundamentalismus ist.
In Bezug auf dieses Wegducken, Boffi und Rabbi Korn sprechen ab hier von „Vogelstraussverhalten“, verweist der jüdische Geistliche auf den Hilfeschrei eines syrischen Bischofs in diesem Sommer an. So schrieb dieser: „Warum versteht ihr es nicht? Wir werden getötet. Wo seid ihr? Wir brauchen eure Hilfe. Wir müssen uns wehren können.“ Korn fügt hinzu: „Aber für sie kämpft niemand. Das ist sehr traurig.“
In seinem Buch greift Rabbi Korn den „postmodernen Säkularismus“ und „Relativismus“, die u.a. Gründe für die Gleichgültigkeit und Ignoranz gegenüber dem Schicksal syrischer Christen darstellen, scharf an.
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Gaystream: Judenhass statt Islamkritik: Medien verschweigen Abgründe beim Orlando-Gedenken in Berlin

Das Orlando-Gedenken am Wochenende vorm Brandenburger Tor ist mitnichten so friedlich verlaufen, wie manche Medien es feiern. Denn anströmende Besucher wurden durchgehend mit israelfeindlichen und antisemitischen Zwischenfällen konfrontiert. Politische Hitzköpfe versuchten penetrant, abstruse Warnungen vor „jüdischer Weltherrschaft“ und vermeintlichem „Pinkwashing“ in die Gedenkstimmung einzustreuen. Widerstand hiergegen wurde kaum geleistet.

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http://www.gaystream.info/#!Judenhass-statt-Islamkritik-Medien-verschweigen-Abgründe-beim-OrlandoGedenken-in-Berlin/cjds/5767a8d80cf2a133041efcb1

Tichys Einblick: ORLANDO SOLLTE WARNEN: Heute die Schwulen und morgen bist du dran, Ungläubiger

Der IS ist ein formidabler Gegner, ihn zu vernichten eine enorme Herausforderung. Es spricht viel dafür, dass wir uns dieser Herausforderng nicht stellen werden, sondern uns an steigende Opferzahlen und weiteres Relativieren und Verharmlosen werden gewöhnen müssen.

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http://www.rolandtichy.de/meinungen/heute-die-schwulen-und-morgen-bist-du-dran-unglaeubiger/

Tichys Einblick: Die Islam-Debatte nimmt Fahrt auf?

Grausames Menschenexperiment nennt Cornelia Kirchner, was da politisch von Regierungsseite Arm in Arm mit den Kirchenvertretern zugunsten des kurzfristigen wirtschaftlichen Gewinns einiger Wirtschafts- und Wohlfahrtsbranchen wie Anwaltsvereinen und -kanzleien stattfindet.

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http://www.rolandtichy.de/gastbeitrag/die-islam-debatte-in-deutschland-nimmt-fahrt-auf/

FuF: Islamischer Fundamentalismus in Europa

Ja, Islamisten sind nur ein kleiner Teil der 1,6 Milliarden Muslime weltweit. Aber wie Ereignisse von 9/11, den Terroranschlägen in Paris, Brüssel und einer wachsenden Zahl von anderen Orten, jetzt allzu deutlich machen, sind diese Fanatiker nicht nur tödlich sondern eine Art neuer Trend. Sie verkörpern einen Islam, der durch Gewalt die Welt erobern will. Dieser Gedanke ruft in manchen Menschen eine Begeisterung hervor. Besonders, wenn man den westlichen Lebensstil ablehnt.

Vera Lengsfeld: Politische Korrektheit tötet

Kürzlich wurde mir von einem Freund ein Interview des Sängers Jesse Hughes der Band „Eagles of Death Metal“ zugeschickt. Hughes, der auf der Bühne stand, als bei dem Überfall auf das Bataclan 89 seiner Fans ermordet wurden, spricht in diesem Interview Klartext. Was er zu sagen hat, verdient weite Verbereitung.

Hughes beginnt damit, dass die Qualitätsmedien seine Einlassungen nach dem Attentat nur verzerrt wiedergegeben haben, teilweise so verdreht, dass die Leser den Eindruck gewinnen mussten, dass Hughes das Gegenteil dessen geäußert hätte, was er wirklich gesagt hat.
Seine Darstellung, wie sich der Überfall abgespielt hat, passt nicht ins politisch korrekte Schema.
Von den Medien wurde weitgehend verschwiegen, dass die Attentäter sich schon vor Beginn des Konzerts in der Halle befanden. Einige gehörten sogar zum Wachschutz.
Hughes bekam Schwierigkeiten, als er das zu Protokoll gab, obwohl er mehrere Personen identifizieren konnte, die ihm vor der Attacke im Publikum und Backstage aufgefallen waren.
Unter den Attentätern befanden sich zwei Frauen in traditioneller muslimischer Verhüllung, die sicher sein konnten, dass sie nicht näher kontrolliert werden würden. Beide Frauen sind Tage später verhaftet worden.
Schlussfolgerung: Die Furcht, Muslime zu beleidigen, ist die größte Waffe der Terroristen.

 

Jürgen Todenhöfer diskreditiert erneut den kurdischen Kampf gegen ISIS / IS

Er hat es schon wieder getan. Jürgen Todenhöfer veröffentlichte am Abend des 07.09.2014 folgenden Beitrag auf seiner Facebookpinnwand.

https://www.facebook.com/JuergenTodenhoefer/posts/10152449691570838

Screenshot von Jürgen Todenhöfers Facebookseite (öffentlich, uneingeloggt als Googleergebnis), über die er seine Groupies lenkt
Screenshot von Jürgen Todenhöfers Facebookseite, über die er seine Groupies lenkt

Todenhöfer greift wie üblich „den Westen“ an, macht ihn verantwortlich für die Existenz der Andersgläubige massakrierend durch Syrien und den Irak ziehenden Terrororganisation  und spricht reißerisch von „Terrorzuchtprogrammen“.

Dass westliche Staaten, allen voran, die USA und Großbritannien alles andere als unschuldig an ihrer Existenz sind, ist nicht von der Hand zu weisen. Der alleinige Schuldige am Vormarsch dieser Terrororganisation ist „der Westen“ aber nicht. Hierum haben sich Staaten im Zentrum und im Südosten der arabischen Halbinsel sowie in Kleinasien deutlich eifriger verdient gemacht.

Des Weiteren diskreditiert er aufs Neue, wie in der Vergangenheit bereits, den Kurdischen Widerstand gegen die Terrororganisation ISIS /IS. Er diffamiert und verunglimpft somit schamlos den einzigen Schutz, den Jesiden, Aleviten, Schiiten und die zahlreichen christlichen Minderheiten im Krisengebiet überhaupt nur haben.

Er schreibt wortwörtlich:

Die Politik der europäischen Staaten ist nicht überzeugender. Sie haben beschlossen, IS durch Waffenlieferungen an die Kurden zu bekämpfen. Obwohl sie genau wissen, dass die Kurden mittelfristig ein ganz anderes Programm verfolgen, nämlich die staatliche Unabhängigkeit Kurdistans vom Irak. Ein hochrangiger Vertreter der kurdischen Führung sagte mir: „So schrecklich der IS ist, für uns ist er ein Geschenk des Himmels. Noch nie waren wir unseren Zielen so nahe wie heute“.“

Eine Erklärung, warum ein freies Kurdistan und ein Kampf gegen den IS / ISIS sich, wie er behauptet, sich gegenseitig ausschließen, bleibt er schuldig. Ebenso ist sein ominöses Telefongespräch weder zu widerlegen noch zu beweisen.

Er stellt die Kurden als egoistisch dar und drückt, ungeachtet der Unterdrückung und Massaker, die Kurden und andere von ihnen geschützte o.g. Minderheiten durch die Regionalmächte in den letzten gut hundert Jahren erleiden mussten, seine Ablehnung gegenüber einem freien multiethnischen und multikonfessionellen Staat Kurdistan aus. Die menschenrechtlich gesehen auf EU-Niveau befindlichen Fortschritte, die die kurdischen Demokratiebewegungen in den letzten fünf Jahren gemacht haben, verschweigt er absichtlich.

Es ist das gute Recht der Kurden einen eigenen Staat zu verlangen. Sie sind schließlich ein 30 Millionen Volk, das jahrhundertelang unterdrückt wurde und teilweise auch noch unterdrückt wird. So wie er argumentiert, würde Tödenhöfer wohl auch dem Kosovo die Unabhängigkeit absprechen wollen?

Der Diffamierung nicht genug, fährt Todenhöfer fort:

„Auch dass ISIS/IS nicht nur in den kurdischen Gebieten auf dem Vormarsch ist, scheint sich in Europa noch nicht herumgesprochen zu haben. Wie wollen die Europäer denn in den nicht-kurdischen Regionen Bagdad oder Anbar, die inzwischen ebenfalls (wieder) unter IS- Einfluss stehen, deren Terror bekämpfen? Und wie in Syrien? Mit Waffenlieferungen an die Schiiten Bagdads, die Sunniten Anbars und die Alawiten Syriens? Oder wird ISIS von den Europäern nur dort umfassend bekämpft, wo wie in Kurdistan riesige Ölfelder liegen, die man unbedingt unter Kontrolle behalten möchte?“

Todenhöfers Behauptung über einen ISIS / IS Vormarsch auf kurdischen Gebieten sind bezüglich Syriens und des Irak schlichtweg falsch. Dort haben kurdische Verbände der Peshmerga, der YPG und der von Norden aus zu Hilfe geeilten PKK sie längst zurückschlagen können. Recht hat Todenhöfer lediglich im Bezug auf einige hundert ankaratreue Kurden aus zumeist fundamentalistisch-sunnitischen Clans sowie Dorfschützerfamilien in Nordkurdistan (Türkei). Sein Vergleich mit den „Schiiten Bagdads, die Sunniten Anbars und die Alawiten Syriens“ ist typisch für seine doppelmoralistische und polemische Art. Die kurdische Freiheitsbewegung ist in ihrer freiheitlichen Programmatik einzigartig. Des Weiteren bringen sie im Gegensatz zu den von Todenhöfer genannten eine Tradition des Guerilla-Freiheitskampfes mit, die mit militärischer Erfahrung und Zuverlässigkeit einhergeht.  Dass wirtschafliche Interessen mittelfristig eine Rolle spielen, ist wahrscheinlich. Letztendlich zählt es aber für den Moment die genozidverhindernde Kraft zu unterstützen. Hier macht „der Westen“, insbesondere die einer Wertegemeinschaft verpflichteten EU-Staaten, die die Kurden unterstützen, etwas absolut richtig. Sie unterstützen die Kraft, die in der Tradition ihrer Freiheitsbewegung für die Gleichberechtigung der Konfessionen, Religionen und Ethnien sowie die Gleichberechtigung der Geschlechter steht. Kaum ein anderer Staat in der Region kann das von sich behaupten.  (Leseempfehlung: http://www.bild.de/politik/ausland/irak/kurdische-frauenrechtlerin-37551572.bild.html)

Todenhöfer, der berauscht von der Lobhudelei seiner Groupies mittlerweile soweit geht sich selbst mit Mahatma Gandhi zu vergleichen, scheinen diese Werte und die Verhinderung eines Völkermords bei seiner immer plumper und unsachlicher werdenden Kritik an „dem Westen“ nichts zu bedeuten. Seiner Fangemeinde fehlt es Hintergrundwissen sowie am Willen und vielleicht auch an der Fähigkeit seine Ausführungen zu hinterfragen. Der Beitrag verbreitet sich wie ein demagogisches Lauffeuer. Es wird eines langen Atems und viel Mühe bedürfen, Todenhöfer konsequent entgegenzutreten und seine katar- und anakarahörige Propaganda ein ums andere Mal zu entlarven.

Hier ein Beispiel, welche Menschen Todenhöfer mit seinen Beiträgen diffamiert; es sind Familienväter wie der Jeside Magdal Rasho, die riskieren Familie und Freunde nie wieder zu sehen, um seinen Beitrag zu leisten seine Kultur in der alten Heimat vor der Auslöschung zu bewahren:

http://www.stern.de/tv/sterntv/kampf-gegen-den-is-terror-stern-tv-begleitet-deutschen-jesiden-in-den-krieg-2134958.html

Auch hier sollte Jürgen Todenhöfer ganz genau hinschauen. Der Artikel berichtet davon, wie jesidische Kämpfer unterstützt von US-Luftschlägen 180 jesidische Frauen aus IS / ISIS- Gefangenschaft befreien konnten. Es sind die Befreier, die er mit Beiträgen, wie dem von Sonntagabend, diffamiert, und es ist die Rettung von Freiheit und Würde der Frauen, die er so in Abrede stellt.

http://ezidipress.com/blog/nach-us-luftschlaegen-ezidische-kaempfer-befreien-180-ezidische-frauen-und-maedchen-aus-is-gefangenschaft/

ISIS / IS – Sympathisanten patrouillieren in deutschen Städten: Man hätte auf Ralph Giordano hören sollen

Ralph Giordano und die Wutrede Erdogans von 2008

Als der türkischer Premier Erdogan sich 2008 in der Kölnarena anschickte auf unbestimmte Zeit einen Keil zwischen seine Anhänger und den Rest der Bürgerinnen und Bürger Deutschlands zu treiben, war Publizist Ralph Giordano einer der wenigen, die das unglaubliche Konfliktpotenzial, das diese Rede bot entlarvte und öffentlich machte. https://hpd.de/node/3858

Erdogans bekanntester Satz aus dieser Rede ist wohl zweifelsohne der Ausspruch „Integriert euch, aber assimiliert euch nicht“. Damit unterstellte er dem deutschen Staat genau das, was die Türkei seit ihrer Gründung von ihren Minderheiten unter Androhung martialischer Strafen verlangt: Assimilation.

Er warnte schon damals davor zu lasch mit Extremistenaus aus Reihen radikal islamistischer Organisationen umzugehen und die Hintergründe von Ankara gesteuerten türkischen Organisationen in deutschen nicht zu hinterfragen. Ebenso berichtete er von Zuschriften, die Sympathie für seine Kritik bekundeten. Er schrieb dabei von Bürgerinnen und Bürgern, die seine Einschätzung teilen, aber Angst hätten sie Kund zu tun, da man sie in die rechtsradikale Ecke stellen könnte. Auch Giordano wurde, wie sollte es anders sein, für seine mutigen und deutlichen Worte angefeindet, von rechts, von links, von Salafisten und aus dem Lager der Panislamisten und Neo-Osmanen. Er warnte vor der Stigmatisierung und Ächtung von Kritik an der Türkei und extremistischen Islamauslegungen.

 

ISIS / IS Sympathisanten patroullieren im Ruhrgebiet

Bildquelle:Screenshot von GMX-News
Bildquelle:Screenshot von GMX-News

Heute haben nun Assimilationsbestrebungen seitens radikaler Organisationen in deutschen Innenstädten. Mitten in Deutschland greifen radikale Islamisten Jesiden und orientalische Christen an. In Wuppertal patrouilliert nun sogar eine von finanziellen Unterstützern der im Irak und Syrien massakrierend durchs Land ziehenden Mordbande ISIS / IS angeführte „Scharia Polizei“. Es sind Sympathisanten einer Gruppierung von Mördern, die vier Flugstunden entfernt Menschen aufgrund ihres Glaubens und ihrer Ethnie massakriert und sich die Auslöschung ganzer Volksgruppen zum Ziel gesetzt hat, zu tun haben. Sie kommen aus dem salafistischen Netzwerk der „Lies-Sekte“ rund um den Hassprediger Pierre Vogel. Ihre Finanziers sitzen hauptsächlich in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das haben sie mit dem ISIS / IS gemeinsam.

Auf seiner Facebookseite berichtete MdL in Hessen Ismail Tipi darüber, dass das IS / ISIS Sympathisantennetzwerk um Pierre Vogel und die „Lies-Sekte“ eine Ausweitung der „Scharia Polizei“ unter anderem Namen auf 5000 weitere deutsche Ortschaften plant. (siehe https://www.facebook.com/photo.php?fbid=826742517365746&set=a.110112875695384.5449.100000900173428&type=1&theater)

 

Die nicht mehr zu übersehende Bedrohung durch Neo-Osmanen und Salafisten

Heute erhalten Giordanos Warnungen angesichts der Erstarkung radikaler Islamisten und ihren Schulterschlüßen mit denjenigen, die sich ein neues osmanisches Reich wünschen eine neue Bedeutung. Er hat Recht behalten und immer mehr entlädt sich in Deutschland genau das, wovor er damals warnte.

Dieser Thread ist ein Beispiel dafür. Unter dem Posting der Polizei NRW Wuppertal zur strafrechtlichen Verfolgung des Versuchs der Salafisten in Wuppertal eine Paralleljustiz im Ruhrgebiet auf offener Straße einzurichten. Immer mehr Menschen machen ihrem Unmut darüber Luft. Diejenigen, die versuchen sie dafür zu beschimpfen oder ihnen vorwerfen selbst Extremisten zu sein, benutzen eindeutige Symbole wie ISIS / IS-Flaggen oder osmanische Kriegsflaggen als Profil- oder Hintergrundbilder.

https://www.facebook.com/Polizei.NRW.W/photos/a.632585823493419.1073741828.614415591977109/696140597137941/?type=1&theater

Giordanos Warnungen von vor sechs Jahren wurden in den Wind geschlagen. Einschlägig bekannte Organisationen und Teile der Politik in Deutschland versuchten ihn selbst in eine extremistische Ecke zu stellen. CDU-Politiker Ruprecht Polenz aus Münster, bekannt für seine engen Beziehungen zur HAMAS und seine Sympathie zu den türkisch-rechtsextremen Grauen Wölfen, diffamierte Giordano u.a. in einem Facebookbeitrag vom März 2013. Man hat das versucht, was man immer tat und noch tut, wenn unerwünschte ansetzte und was auch Erdogan in Köln getan hat. Man unterstellt dem Gegenüber vorsorglich die moralischen Verfehlungen, Menschenrechtsverletzungen oder Diskriminierungen, derer man sich selbst schuldig gemacht hat. Dass diese Jahrzehnte lang erfolgreich praktizierte Taktik nun an ihre Grenzen stößt, zeigen die Kommentare auf der Facebookseite der Polizei Wuppertal. Obschon von Politik und Medien Jahre lang absichtlich nie thematisiert, interessieren sich nun immer mehr Menschen für die Geschichte und Situation der nun bedrohten Volksgruppen und Religionen, und trauen sich nun die Kritik öffentlich zu üben, die vor sechs Jahren nur in anonymen oder privaten Zuschriften unterging.

Angesichts der Entwicklung in Nahost, erfüllen sich Giordanos Prognose. Wer das nicht wahrhaben will, läuft mit Scheuklappen durch die Welt. Der Gesetzgeber sollte dringend reagieren, bevor es zu einer Eskalation kommt. Es müssen seitens der Legislative Maßnahmen gegen Salafisten, türkische Rechtsradikale und ankaraabhängige Vereine ergriffen werden. Die IS / ISIS- Flagge und Osmanische Kriegsflagge zu verbotenen Symbolen zu erklären wäre da ein Anfang. Schließlich stehen sie für eine Verherrlichung der Ermordung von Millionen von Kurden, Armeniern, Aramäern / Assyrern, Griechen, Juden und Schiiten.

Die angesprochen Gruppierungen haben selbst bei den offiziellen Mitgliederzahlen, von den Sympathisanten darf man gar nicht sprechen, die NPD längst weit überholt. Nicht anders als die Neonazipartei sollten sie angesehen und behandelt werden.

Auch die Islamverbände sind jetzt massiv gefordert. Wenn sie es auch nicht öffentlich zugeben, sie und jeder der in einer Region Deutschlands mit hohem Migrationsanteil aufgewachsen ist, weiß, dass Voruteile gegen andere Religionen aus den Herkunftsländern wie „Jesiden sind  Teufelsanbeter und werden in der Hölle schmoren“ vielleicht nicht die Mehrheitsmeinung aber dennoch keinesfalls eine Seltenheit bei sunnitischen Familien sind. Ähnliche Anfeindungen kennen orientalische Christen und Schiiten oder verwandte Konfessionen wie Aleviten und Alawiten. Das „Feindbild Islam“ kann nur aus den Köpfen verschwinden, wenn Islamverbände ihrerseits aktiv und offensiv gegen die Feindbilder in den eigenen Reihen vorgehen und gegen sie Flagge zeigen. Solange solche Schritte, und da geht es nicht um eine einmalige Demonstration oder Presseerklärung sondern um ernst gemeinte kontinuierliche Programme und Initiativen, die u.a. den in vielen Bundesländern stattfindenden islamischen Religionsunterricht erreichen müssen. Wer selbst nicht gegen das was er anprangert vorgeht, kann nicht erwarten in seinen Belangen anderswo Unterstützung zu erfahren.

 

Türkei- und Salafismuskritik kann im Moment nicht von einander getrennt werden

Einige direkt von Ankara abhängige Vereine hetzen schon seit mehreren Jahrzehnten gegen kurdische, armenische, assyrische, griechische Migranten und mittlerweile auch verstärkt gegen Juden.

Die ISIS / IS Verbrecher orientieren sich u.a. Schlächtersultan Abdühamit II und seiner Ideologie des Panislamismus, in deren Namen am Ende des 19. und Anfang des 20.Jahrhunderts hunderttausende Serben, Griechen, Bulgaren, Albaner, Armenier, Assyrer und Jesiden ihr Leben lassen mussten. Bis heute haben er und sein Gedankengut viele Verehrer. Ihre Zahl wächst gerade in der Türkei seit der Machtübernahme der AKP stetig an. Außerdem zählt die Türkei neben den Golfdiktaturen zu den Staaten, die die ISIS / IS Terroristen unterstützen.

Nun riefen diese Woche die USA in Wales eine aus zehn Staaten bestehende Allianz gegen die Mordbanden des IS / ISIS aus, der auch die Erdogansche Türkei angehören soll. Ob das gut gehen kann oder ob diese Allianz so eher einen potenziellen Saboteur beherbergt, durch den Strategien und Infos nach Riad, Katar oder Dubai und so zu den Mordkommandos selbst gelangen könnten? Wer ist denn wirklich so naiv zu glauben, es sei ein Zufall, dass die Mordbanden des ISIS / IS beinahe exakt dies selben religiösen und ethnischen Gruppen verfolgen, die vor 100 Jahren Opfer eines in punkto systematischer Grausamkeit bis dato noch nie gewesenen Völkermords durch das Osmanische Reich wurden.

Auch die deutsche Bevölkerung sollte sich überlegen, ob nicht jeder Cent, den sie im Urlaub in Saudi-Arabien, Katar und vor allem den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgeben, zur Unterstützung des ISIS / IS verwendet werden könnte und durch ihn Jesiden, Christen und Schiiten sterben. Ebenso müssen sie die Frage stellen, ob nicht die Mehrwertsteuer ihres Abendessens im Alanyaurlaub dazu verwendet wird, verwundete ISIS / IS  Terroristen in einem türkischen Krankenhaus wieder gesund zu pflegen und über die Grenze zu schicken, um ihnen das Weitermorden zu ermöglichen.

 

Die Kriminalisierung der Kurden dauert an 

Man sollte meinen, dass deutsche Behörden zur Vernunft kommen würden. Dem ist aber nicht so. Die Polizei in Wuppertal reagierte relativ schnell auf die zwielichtigen Umtriebe der „Scharia Polizei“ und kündigte Strafverfolgungen an.

Nur wenige Tage zuvor wurde einige Kilometer weiter in Duisburg ein bekannter kurdischer Aktivist wegen der ihm unterstellten Nähe zur PKK festgenommen. Während immer mehr Politiker die Streichung der kurdischen Freiheitskämpfer von der EU-Terrorliste fordern, Völkerrechtler längst die Illegitimität dieser Liste festgestellt haben und auch sich langsam auch in der Bevölkerung herum spricht, dass es sich bei der PKK um eine Reaktion auf Staatsterrorismus und rassistisch motivierte Massaker handelt, haben die zuständigen Staatsanwälte offenbar noch nicht verstanden, was die Stunde geschlagen hat.

Und wie will die Staatsanwaltschaft Duisburg bitte moralisch rechtfertigen, dass sie Aktivisten einer Gruppierung rigoros verfolgt, deren Guerilla gerade einen entscheidenden Beitrag zur Verhinderung eines weiteren Völkermordes leistet?

Hier ist ein Umdenken dringend notwendig!

Kurdische Muttis bewaffnen sich

Au Kurdistan syrien, les mères kurdes ont créé le 17 juillet leur propre bataillon pour combattre « les gangs armés » de l’Etat islamique en Irak et au Levant (EIIL).

Une trentaine de mères kurdes, la plupart âgées de plus de 40 ans, se sont rassemblées devant le centre d’Assayish (police) à Kabani pour déclarer leur bataillon.

L’une d’entre elle, Shamsa Muhammad, affirme que ce bataillon a été formé pour combattre l’EIIL, tout en soulignant que la région de Kobani a une position stratégique pour pouvoir entrer au Kurdistan.  « Nous ne les laisserons jamais entrer à Kobani » ajoute de son côté Bessé Ahmad.

– See more at: http://www.actukurde.fr/actualites/663/les-meres-kurdes-forment-leur-bataillon.html#sthash.DEZyO4U1.dpuf

In Rojava, dem syrischen Teil von Kurdistan, bilden kurdische Mütter nun Verteidigungseinheiten.

Dreißig kurdische Mütter, die meisten im Alter von über 40 Jahren, versammelten sich im Ortskern von Assayish vor der Polizeistation, um ihr KobanîBataillon zu bilden
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Einer von ihnen, Muhammad Shamsa, sagt, dass dieses Bataillon gebildet wurde, um die ISIS zu bekämpfen. Sie betont, dass die Region Kobanî eine strategisch wichtige Rolle für Kurdistan spielt. Wir lassen sie niemals nach Kobanî„, ergänzt Besse Ahmad.

Seit Anfang Juli ist die kurdische Region um Kobanî wilden Angriffen der ISIS ausgesetzt. Sie gehen dabei mit schweren Waffen wie Granaten, Panzern und amerkanischen Thermo-Raketen, die über den Irak transportiert werden, vor. Für die Kurden ist es ein Kampf ums Überleben.

Hunderte kurdische Jugendliche aus der Türkei und Europa schließen sich dem Kampf gegen die Dschihadisten“ an, die insbesondere von der Türkei und den Golf Monarchien unterstützt werden.

Kurdische Frauen und Männern leisten heftigen Widerstand, um ihr Land zu verteidigen, auf dem sie dabei sind im Rahmen eines demokratischen Konföderalismusprojekts ein neues Leben aufzubauen.

Die dschihadistischen Angriffe, die lange unter totalem Schweigen der internationalen Gemeinschaft stattfanden, jähren sich am 19.Juli zum zweiten Mal.

Auf dem Boden, erlitten die Dschihadisten schwere Verluste gegen Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG), die sowohl aus Männern und Frauen besteht.

Am 16. Juli wurde der tunesischstämmige ISIS-Emir Abu al-Hissen im Dorf Boraz westlich von Kobanî getötet.

Hunderte Mitglieder der ISIS wurden in den letzten zwei Wochen von Kämpfern der YPG getötet, unter anderem ein Emir ägyptischer Herkunft, Ahmad Ali al-Sayyed. Auch vierzig kurdische Kämpfer kamen ums Leben. Die Stadt ist umzingelt, aber die Dschihadisten sind trotz schweren Waffen nicht in der Lage den Widerstand der kurdischen Verteidiger zu brechen.

ANF Videobeitrag zum Thema

http://www.youtube.com/watch?v=rfZ2S_V4qpM

Quelle: ANF, Actukurde.fr