Orthodoxie vereint Einwanderer aus ganz Osteuropa und dem Orient!

In Chicago zählen Konflikte und Feindschaften zwischen Serben und Albanern oder Russen und Ukrainern nicht. Hier in der Diaspora sind sie gemeinsam mit Einwandern aus mehr als einem Dutzend weiterer Länder vor allem eins: Orthodoxe Christen.

 

In der drittgrößten Stadt der USA haben am 30.9.2017 Einwanderer mit griechischen, russischen, serbischen, ukrainischen, rumänischen, albanischen, aramäischen und assyrischen Wurzeln gemeinsam amerikanisch-orthodoxe Christen im Lane Tech Auditorium eine pan-orthodoxe Liturgie gefeiert.

Anlass war das 125 jährige Jubiläum der Anwesenheit des orthodoxen Christentums in der Metropole und ihrem Umland.

Im Rahmen von Gottesdienst und Feierlichkeiten wurde eine Prozession von mehr als 100 Bischöfen, Klerikern und orthodoxen Jugendorganisationen abgehalten. Dabei wurden traditionellen Gewänder und Trachten aus den Herkunftsstaaten getragen. Der Orthodox Choir of Greater Chicago sang Choräle in englischer Sprache und die teilnehmenden orthodoxen Kirchengemeinden trugen mit  jeweiligen, landestypischen Musiktraditionen zu den Feierlichkeiten bei.

Gefördert und finanziert wurde des Jubiläum durch die Orthodox Christian Clergy Association of Greater Chicago, die 250.000 orthodoxe Christen aus der Metropolregion Chicago repräsentiert.

Als besonderer Gast war Irinej (Dobrijevic), Bischof der serbisch-orthodoxen Diözese der USA und Historiker, anwesend.

Er kam erst vor kurzem in die Vereinigten Staaten. Vorher verbrachte er 10 Jahren in der Diözese von Australien und Neuseeland. Bischof Irinej begleitet einen Platz im Weltkirchenrat.

Außerdem ist er Mitglied der Columbia University im Advisory Council für serbische Studien, und ist im Vorstand der Tesla Memorial Society.

 

http://www.tornosnews.gr/en/greek-news/society/27487-chicagoland-orthodox-christians-celebrate-125-years-of-history.html

Advertisements

Was aus den Zehn Geboten wurde

Ein Netzfund den man gelesen haben muss!
Er gibt die Ansicht eines griechischen Einwanderers wieder.

 

Gerne spricht man ja von jüdisch-christlichen Traditionen und meint damit den unschätzbaren Einfluss aschkenasischer Juden auf die Entwicklung dessen, was einst der strahlende Leuchtturm der Welt war: Europa.
Tatsächlich bestand die jüdisch-christliche Tradition vorwiegend aus zwei Komponenten:
1. dem regelmäßigen Anzünden der Juden durch Christen
2. der jüdischen Gesetzestafeln des Bundes, im Volksmund die zehn Gebote des Alten Testamentes

Ich werde in dieser Betrachtung der Zählung der Orthodoxie folgen, die von derer der Westkirchen abweicht, wie sich beide vom jüdischen Originaltext ebenfalls unterscheiden. Vorausschicken möchte ich, dass für Christen das Hauptgebot der Gottes-, Nächsten- und Selbstliebe quasi eine eigenverantwortliche Ethik einführt, diese aber den Dekalog nicht ersetzt, sondern auf das Individuum und seine Einsichtsfähigkeit in Freiheit setzt.
Christus stellte klar, dass die alten Gesetze durch ihn nicht aufgehoben sind. Er stellt jedoch die Vernunft über den Befehl, indem er den Menschen zubilligt selbstständig (und Situationsbezogen) zwischen Richtig und Falsch zu entscheiden.
Das ist der Grund, weshalb das Christentum die wissenschaftliche Methode, den Säkularismus, den Materialismus, die Industriegesellschaft und die morderne Republik erfunden hat. Nur das Christentum hat die Sklaverei selbstständig abgeschafft, nur das Christentum kennt keinen institutionalisierten Rassismus.
Wie der Islam ist auch das Christentum eine jüdische Sekte. Es unterscheidet sich aber von seinen abrahamitischen Mitreligionen durch den hellenistischen Einfluss des Menschen als Maß aller Dinge.

Die Zehn Gebote bilden den Leitfaden für Juden und Christen. Im Islam spielt der Dekalog keine Rolle, obschon einige der allgemeingültigen Regeln auch im Koran und den Hadithen zu finden sind. Ansonsten finden sich jede Menge Ge- und Verbote, wie sie auch das Judentum kennt. Das Christentum ist weitgehend frei von Vorschriften, was ganz erheblich zur Ausbildung der Trennung von Kirche und Staat beitrug, letztlich auch zum Minimalstaat, wie er 1776 von radikalen Christen in den USA erfunden wurde.

Mit der Dechristianisierung namentlich in Westeuropa der letzten 100 Jahre, ging viel verloren und es wurde sehr wenig gewonnen, was es nicht ohnehin gegeben hätte oder bereits gab. Wir merken das kaum noch und so dachte ich, schreibe ich diese Bestandsaufnahme.

Hier also der Dekalog und meine Einschätzung des Jetztzustandes seiner Befindlichkeit in der breiten Masse:

1. ICH BIN DER HERR, DEIN GOTT – DU SOLLST KEINE GÖTZEN NEBEN MIR ANBETEN
Wie auch Gebot 2 ist dies ein religiöses Gebot aus Selbstzweck. Das macht es nicht unwesentlich. Es geht um den Einen Gott, im Sinne des väterlichen Schöpfers, der allen Menschen gleich gegenübersteht. Hieraus entwickelte sich der Gedanke der Rechtsgleichheit und der Gesellschaft, im Gegensatz zur Interessensgemeinschaft.

2. DU SOLLST DIR KEIN BILD VON MIR MACHEN
In den Westkirchen sind die Gebote 1 und 2 verschmolzen, dafür teilte man das Zehnte in 9 und 10. Warum? Weil man einen „schwachen“ Christus abbildet und dafür einen gestrengen Herrschergott brauchte, wie ihn Judentum und Islam kennen. Anders als diese ignoriert die Westkirche das Bildverbot und daher ist Gott der Mann mit dem weißen Rauschebart. Die Ostkirche kennt solche Abbildungen nicht – verehrt dafür Ikonen Christi, der Gottesmutter und der Heiligen. Gott Vater wird nicht abgebildet. Das ist wichtig, denn damit erklärt sich die Anzeptanz einer Restmenge an Unergründlichkeit. Entsprechend wurde die Wissenschaft in der Westkirche erfunden und nicht im ansonsten viel weiter entwickelten Osten. Seit Goedel wissen wir allerdings, dass es immer eine Unvollständigkeit geben muss, was das Wissen angeht und somit ist das zweite Gebot nicht so obsolet, wie es gehandhabt wird.

3. RUFE DEN NAMEN GOTTES NICHT IN EITELKEIT
Der Volksmund sagt, man solle den Namen Gottes nicht verunehren, also nicht fluchen. Verdammte Scheisse noch eins, das ist wichtig, ihr Penner! 😉 Pardon. Es geht um die Erhabenheit der Sprache. Sie ist es, die uns zu Menschen macht. Sie unterscheidet den Hellenen vom Barbaren. Es hat in Deutschland keine zwei Generationen gedauert, bis aus der Sprache der Dichter, Denker und Wissenschaftler ein merkwürdiges Kauderwelsch wurde, vong Reddorig her.

4. GEDENKE DES SABBAT
Die Urform des Sozialstaates, der so degeneriert ist, dass man heute für Arbeit besteuert, für Faulheit subventioniert wird. Geheiligt wird am Sabbat nichts mehr. Keine Zeit und besoffen im Stadion ersetzt die Kontenplation und Auseinandersetzung mit Philosophie.

5. DU SOLLST VATER UND MUTTER EHREN
Der Alptraum aller 68er und Kulturmarxisten. Familie und Elternschaft sind abgeschafft, die Erinnerung an die Ahnen und das auf uns gekommene Erbe wird verunglimpft. Tradition ist verpönt. Welch Verschwendung von Reichtum und Liebe.

6. DU SOLLST NICHT EHEBRECHEN
In der Ostkirche kann man sich zweimal scheiden lassen. Die Westkirche mit Zölibat und Frauenfeindlichkeit brauchte eine sexuelle Revolution um sich bewusst zu werden, dass der stärkste Trieb des Menschen nichts abstoßendes ist. Wie üblich wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet und am Ende standen Ehevertrag und die Abschaffung des Schuldprinzips, sowie ein Millionenheer an Kindern, die ihren Vater nicht kennen. In der Produktion von Seelenkrüppeln ist der Westen fast so gut, wie in der Waffentechnik.

7. DU SOLLST NICHT STEHLEN
Nun das ist problematisch. Wir alle sind Diebe. Wir im Westen verstoßen permanent gegen dieses grundlegende Gesetz. Es gibt kein Eigentum im Westen mehr. Jederzeit kann jedermann enteignet werden und entsprechend dehnen wir diese Gesetzlosigkeit auf den Rest der Welt aus, weil wir es können. Wer kein MEIN und DEIN auseinanderhalten kann, kann nie ethisch handeln. Wer etwas bekommt ohne dafür zu arbeiten, nimmt etwas von jemandem der arbeitet ohne etwas zu bekommen. Das ist die Definition von Gier.

8. DU SOLLST NICHT MORDEN
Was wurde daraus? Einmal die Umdefinition in „Wenns der Chef sagt, ist es kein Mord“, fragt Hillary und Ghadafi….ach nein, der ist ja gepfählt worden. Egal: jedenfalls kann man schon deshalb auch nicht töten, wenn man Gefahr läuft ermordet zu werden, weil man uns entwaffnet hat. Well done.

9. DU SOLLST KEIN FALSCHES ZEUGNIS ABLEGEN WIDER DEINEN NÄCHSTEN
Okay, das galt für Politiker noch nie als erstrebenwertes Axiom, aber noch Washington bestand darauf nie gelogen zu haben, was eine große Lüge war. Im Heute ist die Wahrheit der political Correctness gewichen – was man getrost als teuflisch bezeichnen kann.

10. BEGEHRE NICHT
Was soll ich dazu schreiben? Schaut Euch um! Wir leben in einer Mischung aus Feudalismus und Sozialismus, wo der Neid nicht mehr Triebfeder für Fortschritt sondern für Gehässigkeit ist. Begehren ist der Motor der Unfreiheit, Streben der Schlüssel zur Freiheit.

Wie kommen wir wieder auf den Weg von Gott, Natur, Vernunft, Humanismus…..nennt es wie ihr mögt. Aber tut was!

Armenischer Volkstanz zu Thanksgiving

Letzte Woche wurde in den USA „Thanksgiving“, das Erntedankfest, gefeiert.
An der Thanksgivinparade in Boston nahm auch die „Sayat Nova Dance Company“ teil und führte in farbenfroher Tracht armenische Volkstänze auf.

3 Aramäer / Assyrer für Trump

Mit der Wahl Donald J. Trumps wurden auch Aramäer / Assyrer gewählt

Wenn Trump am 20. Januar 2017 die Präsidentschaft der USA antritt, werden drei Aramäer / Assyrer ihre Plätze in seinem Nahostberaterstab einnehmen.
Zum Einen gibt es Professor Gabriel Sawma, Nahostexperte und Professor für internationales Recht. Er ist Aramäer aus Beirut im Libanon.
Außerdem verstärkt Walid Phares, maronitischer Christ aus der libanesischen Stadt Batroun den Beraterstab des 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten. Er hat sich in Vergangenheit auf wissenschaftlicher, politischer und medialer Ebene als Nahost- und Terrorismusexperte bewährt.
Auch auf die Arbeit von David William Lazar, Assyrer aus der irakischen Hauptstadt Bagdad und Vorstandsmitglied der AMO (American Mesopotamian Organisation) darf man gespannt sein.

Donald Trump ist eine Chance für Aramäer und Kurden

Daniyel Demir vom Bundesverband der Aramäer in Deutschland hat sich mit einem weiteren interessanten Statement zur US-Präsidentschaftswahl zu Wort gemeldet. Er sieht in Donald Trump eine Chance für die Aramäer einhergehend mit scharfer Kritik an der Bündnispolitik Obamas und Clintons in Syrien. Bzgl. der Kurden äußerte sich Nahostexperte Dr. David Romano von der Missouri State University in einem Kommentar für die Nachrichtenagentur Rudaw zurückhaltender aber ähnlich.

 

Der Bundesvorsitzende des Bundesverbands der Aramäer in Deutschland sieht in der Wahl Donald Trumps zum nächsten Präsidenten der USA eine Chance für die Aramäer zu mehr Mitgestaltung.

Auf seinem Facebookprofil äußerte er sich folgendermaßen:

„Präsident Trump – Für die Aramäer heißt dieser „Systembruch“ jetzt amerikanische Politik mitgestalten zu können! Wie in aller Welt soll das nur gehen, fragt ihr Euch zu Recht.

Es ist bemerkenswert, dass in Trumps Beratergremium ´Middle East American National Board´ auch aramäische Christen, wie Gabriel Sawma, Professor für Nahost-Studien an der Fairleigh Dickinson University, ein geschätzter und ausgewiesener Experte, einberufen wurden. Unter Hillary Clinton undenkbar.

Setzen wir die politische Brille auf und blenden mal die subjektive Einschätzung weg, mag Trump in diesem Zusammenhang völlig unerfahren sein, gleich einem Elefanten im Porzellanladen, doch kann das nicht für die Weltpolitik von Vorteil sein?! Je unerfahrener er ist, desto bessere Berater werden seine Geschicke lenken. Jedenfalls konnte es so nicht weitergehen. Es musste jemand die Notbremse ziehen, ansonsten hätten wir die Welt an die Wand gefahren. Dabei denke ich an den festgefahrenen, schier unlösbaren Syrien-Konflikt, das Pulverfass Nahost, die abgebrochenen USA-Russland Gespräche, die bereits eingeläutete Fortsetzung des Kalten Krieges uvm.

Eine Clinton-Ära hätte allem Anschein nach, mit Blick auf die politische Karriere und Haltung dieser Dame, eine neue Eskalationsstufe eingeläutet. Eine Präsidentin Clinton hätte sich mit Durchsetzungskraft und militärischer Stärke gegenüber der Obama-Strategie abheben und besonders gegenüber Putin stärken und beweisen wollen.

´Spekulation´ mögen manche rufen, doch eine persönliche Erfahrung in einem politischen Treffen vor etwa einem halben Jahr bestätigt mich in dieser Position. Ein hochrangiger Politiker und Stratege im Außenministerium eines Landes, welches im Syrien-Konflikt eine entscheidende Rolle spielt, teilte mir damals mit, dass man derzeit von Obama in der Endphase seiner Amtszeit nicht viel Rückendeckung erwarten könne, daher halte man sich in einer gewissen Richtung noch einigermaßen zurück. Doch sobald die neue Administration am Zug ist, werde man (militärisch) „aktiv“. Von Trump sprach er nicht…

Viele kneifen sich immer noch in den Allerwertesten, waren sich ihrer Sache mit Hillary ziemlich sicher… Jetzt zuzusehen, wie sie wohl oder übel gratulieren (müssen), ist amüsant. Man weiß nie was kommt… Steinmeier hat es nicht über die Lippen bringen können und wird jetzt wohl Bundespräsident, um Trump etwas aus dem Weg zu gehen.

Bei seiner Dankesrede noch am Wahlabend und bei seinem Treffen mit (Noch-)Präsident Obama im Weißen Haus stand ein ganz anderer Trump vor uns. Kaum wieder zu erkennen. Ein Obama erhielt relativ zu Beginn seiner Amtszeit den Friedensnobelpreis, was ich als sehr fragwürdig empfand. Fazit der Obama-Clinton-Administration: Der Nahe und Mittlere Osten liegt aktuell in Schutt und Asche und versinkt im amerikanischen Waffenarsenal – Syrien und der Irak nur als Beispiel. Islamistischer Terror und gezüchtete „gemäßigte“ Rebellen überall. Es zählt, was Trump in Zukunft aus dieser großen Verantwortung machen wird. Ziehen wir das Fazit also erst nach seiner Amtszeit.“ (https://www.facebook.com/daniyel.demir/posts/10211586532404901)

Bereits im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahlen hatte die libanesische Partei „Aramean Democratic Organisation“ zur Unterstützung des Republikaners aufgerufen (http://www.aramaic-dem.org/English/Articles/87.htm).

Was die Aussichten für die Kurden angeht äußerte sich ein weiterer Experte vorsichtig optimistisch. Dr. David Romano (http://politicalscience.missouristate.edu/dromano.aspx), Nahostexperte aktuell an der Missouri State University tätig schrieb in einem Kommentar für die kurdische Nachrichtenagentur Rudaw:

„Einige von Donald Trumps außenpolitischen Beratern und deren Entourage haben in Vergangenheit mehrfach den Eindruck erweckt, den Kurden unter den richtigen Bedingungen wohlgesonnen zu sein. Ihr bescheidener Komlumnist hatte mit einigen von ihnen Kontakt, um sich ihre Ansichten zur Thematik anzuhören. Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es unhöflich ihre Namen zu nennen.“ (http://rudaw.net/mobile/english/opinion/10112016#sthash.reKBl2ho.Gszw3QIL.dpuf)

 

 

Bild: ArDO (http://www.aramaic-dem.org/English/Articles/87.htm)

 

Wegen Reaktion auf US-Wahl: Migrantenvertreter kritisieren Bundesregierung scharf!

Namhafte Migrantenvertreter haben die Spitzenpolitiker der Bundesregierung und der Grünen, teilweise eigene Parteikollegen, scharf angegriffen. Sie können nicht nachvollziehen, wie man gegenüber dem künftigen US-Präsidenten Donald Trump derart angriffslustig sein kann, während gleichzeitig menschenverachtende und totalitäre Regime in Nahost hofiert werden.

 

Daniyel Demir ist Bundesvorsitzender der Aramäer in Deutschland. Seine Organisation unterstützt Christen in Syrien und im Irak.

Er äußerte sich auf seiner Facebookseite wie folgt:

„Wir brauchen eine europäische Antwort auf Trump!“ | „Schockstarre“ | „Worst-Case-Szenarien“

Ein Appell an unsere Politiker hier im Lande: Wir brauchen eine deutsche bzw. europäische Antwort auf und für uns selbst!! Jedes politische Erdbeben birgt auch Chancen zum Positiven. Ergreifen wir diese einmalige Gelegenheit, um der Politik mehr Glaubwürdigkeit, Authentizität und Rückgrat zu verleihen. Genau das sind die Werte, die die BürgerInnen hier im Land mehr und mehr vermissen. Wir sollten in den Spiegel schauen und unsere desaströse Außenpolitik im Hinblick auf Länder wie z.B. Saudi Arabien, Qatar oder der Türkei korrigieren, die die Menschenrechte übelst mit Füßen treten, dafür auch noch EU-Milliarden erhalten, mit dem Vorsitz im UN-Menschenrechtsrat belohnt werden, milliardenschwere Rüstungsdeals erhalten und maßgeblich für den barbarischen, islamistischen Terror im Nahen Osten verantwortlich sind, der eine internationale Bedrohung darstellt und uns mittlerweile auch jederzeit hier in Deutschland treffen kann. Diese Doppelmoral und Ignoranz schreit zum Himmel. Im Zusammenhang mit den US-Wahlen und dem neuen Präsidenten – ein tatsächlicher Systembruch – sehe ich sogar greifbare Chancen für Deutschland und die EU, diese Kurskorrekturen einleiten zu können. Ergreifen wir sie und lamentieren nicht!“(https://www.facebook.com/daniyel.demir/posts/10211571594191455?pnref=story)

 

Auch Jaklin Chatschadorian (CDU), Kölner Rechtsanwältin, stellvertretende Vorsitzende des Integrationsrates der Metropole am Rhein, und ehemalige Vorsitzende des Zentralrats der Armenier in Deutschland, mahnt die Doppelmoral deutscher Spitzenpolitiker an:

„Es machen gerade die Runde,
Bilder, die Außenminister Steinmeier, samt Handshake zeigen,
– mit der iranischen Führung
– mit der saudischen Führung
– mit der tü
rkischen Führung
– mit der russischen Führung

Doch Trump will er nicht einmal gratulieren. Nein, er mahnt gar Sorge an.

Steinmeier, Merkel, Göring – Eckhardt – sie alle gerieren sich zur neuen deutschen Freiheitsstatue, die Lady Liberty den Weg weisen will.
Gerade jetzt, wo sie nicht mehr mit Lady Hillary in Nahost dinieren werden.“ (https://www.facebook.com/jaklin.chatschadorian/posts/1318258418204490?pnref=story)

 

Im selben Kontext kommen deutliche Worte von Erol Özkaraca, Jurist und ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses für die SPD. Im Gegensatz zu seiner Parteispitze, übt der türkeistämmige Rechtsanwalt scharfe Kritik an Bundeskanzlerin Angela Merkel:

„Bei Erdogan hält sie die Fresse und bückt sich tief.
Trump fordert sie auf, die Grundwerte zu achten, noch bevor er überhaupt Präsident ist und irgendetwas verbrochen hat.
„Auf der Basis dieser Werte biete ich dem künftigen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, eine enge Zusammenarbeit an…….“ Was machst Du? Du bietest ihm unter Bedingungen Zusammenarbeit an? Eyh Mann, die Alte ist total vorpommern! Die USA haben UNS die Demokratie gebracht. Lies einmal die Verträge, die wir mit den USA haben, bevor Du großzügig Zusammenarbeit anbietest. Das hättest Du Erdogan sagen und vor allem durchziehen sollen!

Sie hat den Schuss nicht gehört und sie wird ihn auch nicht mehr hören. Sie muß endlich weg, aber fragt mich nicht, wer es machen soll. Ich verzweifele schon genug….“

( https://www.facebook.com/erol.oezkaraca/posts/10154701989546737?pnref=story)

 

Bild:

Eigenkreation, kombiniert aus http://www.altawhid.org/wp-content/uploads/2014/10/1644.jpg und https://kurmenistan.files.wordpress.com/2016/11/958be-erdogans_merkel.jpg

FuF: Kommentar zur Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA

[…]
Damals trat sie [Hillary Clinton] für ein militärisches Eingreifen der USA in Syrien auf der Seite von dschihadistischen Milizen wie Jabhat Al Nusra, Ahrar ash Sham und Liwa Sultan Murat ein.
Welche Katastrophe das für die Alawiten sowie Christen in Syrien (Syrisch-Orthodoxe, Maroniten, Melkiten, Armenier, etc.) bedeutet hätte, muss ich wohl niemandem mit ein wenig Vorbildung zum Nahen und Mittleren Ostenerklären.
[…]
Trump hat wortwörtlich gesagt, „Fan der Kurden“ zu sein.
Ein gutes Statement, wenn man bedenkt wer derzeit am effektivsten gegen den IS kämpft.
[…]

Tichys Einblick: Mosul: Von der Mutter aller Schlachten zum Großislamischen Reich

[…]
In Mosul geht es um mehr, als TV-Nachrichten und Außenminister begreifen. Erdogan nutzt die weltpolitische Schwäche der USA für sein Ziel eines sunnitisch-islamisches Militärbündnisses, einer SITA (Sunnite Islamic Treaty Alliance) – jenseits der NATO – mit den wahabistischen Sa’ud und den auch fundamentalistischen Pakistani als zwei militärisch hochgerüsteten Partnern.
[…]

 

Focus: Europäer, setzt in Syrien auf die Kurden!

Erdogan bekämpft sie blutig. Amerikaner und Deutsche lassen ihn gewähren. Sie verstoßen damit gegen ihre eigenen Interessen

Weiter im Link:

http://m.focus.de/magazin/archiv/die-debatte-europaeer-setzt-in-syrien-auf-die-kurden_id_5912810.html

Tichys Einblick: Hillary Clinton, Angela Merkel, die Neue Weltordnung und die Europäische Union

Für Diana Johnstone, Autorin des Buches: Die Chaos-Königin, Hillary Clinton und die Außenpolitik der selbsternannten Weltmacht ist die Kandidatin der Demokraten nicht nur die Galionsfigur des Establishments in Washington, sondern Teil des Military Industrial Complex‘, vor dem Dwight D. Eisenhower schon 1961 warnte.
Das Zweiparteiensystem in den USA erlaubt den Wählern alle vier Jahre die Wahl zwischen nur zwei Kandidaten. Wofür steht Hillary Clinton, die Kandidatin der Demokraten für die US-Präsidentschaft? Wie hat sich die Welt in der langen Zeit ihres politischen Wirkens verändert, und wie hat sie sich mit ihr verändert.
Folgende Gedanken, formuliert im FOCUS, scheinen weit verbreitet: “In den USA finden sich derzeit viele Bürger, die leidenschaftlich bis fassungslos über Trump schimpfen und ihre Sorgen darüber zum Ausdruck bringen, was er mit ihrem Land anstellen könnte. Fragt man sie unmittelbar nach einem solchen Ausbruch, ob sie also für Hillary stimmen werden, antworten viele von ihnen ohne mit der Wimper zu zucken mit Nein. Denn das Unbehagen oder gar der Hass gegenüber Clinton sind in großen Teilen der Gesellschaft nicht geringer als gegen Trump.
Woran liegt das?

Weiter im Link:

http://www.rolandtichy.de/feuilleton/buecher/hillary-clinton-angela-merkel-die-neue-weltordnung-und-die-europaeische-union/